Alex Wöhr ist in der Szene kein Unbekannter. Mit seinem Alfa 147 GTA gewann er 2006 den Pirelli Tuning Award. Im selben Jahr hatte er sich für den Kauf eines Fiat Grande Punto entschieden. Dieser sollte mit einem 1,9-Liter-Diesel und 130 PS sein neuer Alltagswagen werden. Um mehr Aufmerksamkeit auf den noch tugendhaften Punto zu lenken, entwarf Alex ein Konzept: "Maserati light" oder anders gesagt "Punserati". Mit dieser Vision begann die faszinierende Metamorphose des Punto Grande. Erst im Frühjahr 2009 startete der Umbau.

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Getunter Fiat Grande Punto
Mit Novitec-Steuergerät und BMC-Sportluftfilter leistet der 1,9-Liter-Diesel satte 130 PS.
Mit modernster Hebebühne und komplett ausgestatteter Werkzeugbank legte sich Alex ins Zeug, um das HAS-Luftfahrwerk mit Einzelradsteuerung auf Basis eines KW-Gewindefahrwerks einzubauen. Schmucke Schmidt-CC-Line-Räder, vorn 8,5 x 19 ET 26 mit einem 225er-Pirelli und für die Hinterachse 10 x 19 ET 33 mit 255er-Reifen, bildeten die Basis für den nun folgenden Karosserieeingriff. Dass jetzt die eigens modifizierte Frontschürze mit nur wenigen Millimetern Abstand den Asphalt anhaucht, war das erklärte Ziel. Für den vorderen und hinteren Stoßfänger lieferte Novitec Unterbauspoiler. Als diese stark modifiziert und nahtlos anlaminiert waren, formte Alex mit Unterstützung neue Radläufe, schweißte diese ein und fertigte parallel die geeigneten Ansätze aus Blech für die seitliche Linienführung der Schürzen. Die Seitenschweller entstanden gleichermaßen aus Blechteilen und GFK.

Ein Interieur aus einer anderen Welt

Getunter Fiat Grande Punto
Die Novitec-Auspuffanlage ist in einen Diffusor eingebettet.
So gibt es viele kleine Umbaudetails am Wagen: zum Beispiel die einlaminierten Türgriffschalen, die seitlich versetzte horizontale und vertikale Trennkante der Kotflügel, die großen Nüstern in der GFK-Motorhaube, den neu variierten Kühlergrill mit Maserati-Emblem und eine sauber gecleante Heckklappe. Sämtliche Umgestaltungen harmonieren perfekt miteinander. Alle Vorbereitungen für den bevorstehenden Farbauftrag meisterte Alex zusammen mit dem Team der Lackiererei Drews. Dort kam NAC "Deep Red tob lack" und NAC "Black to Red" von Starpaint auf den Wagen, insgesamt 17 Lackschichten. Abschließend erhielten beide Scheinwerfer im Gehäuse und die Außenspiegel Applikationen aus Leder. Ein Interieur aus einer anderen Welt: Mit entschuldbarer Ausnahme der Schiebedach-Bedienkonsole befindet sich kein anderes Teil im Serienzustand.

Punserati siegt dreifach

Soweit das Auge blickt: Alcantara und Glattleder in Vanille und Schwarz. Egal, ob Armaturenträger, Mittelkonsole, Lenkrad, Schaltknauf oder die König-Sportsitze – hier passt einfach alles zusammen. Leckerere Happen wie Drehschalter, Konsolen, Türverkleidungen oder der Zündschlüssel erhielten einen hochglänzenden schwarzen Klavierlack. Allein der Tacho ist ein Hochgenuss, veredelt mit Bicolor-Leder und feinen Pinstripes. Alle vier Einzelsitze beherbergen jeweils steuerbare Popo-Heizungen. Der Kofferraum ist ganz nach Alex' Wünschen entstanden; nebst Endstufen, Power-Cap-Absicherungen und versteckter Zusatzbatterie kamen Leder, Holz und Flakes-Spray zum Einsatz. Kein Wunder also, dass Alex und sein "Punserati" kürzlich den "European Award 2010" sowie den Pokal zum "Best Paint Car of Show" und "New Styling Car Professional" erhielten.