Fiat gebraucht kaufen: Marken-Check
Gebrauchte Fiat-Modelle: Daten, Fakten, Kauftipps

Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD
Italiens größter Autobauer durchlebte in den vergangenen Jahren unruhige Zeiten. Nach dem Tod der Konzernsanierers Sergio Marchionne widmete sich die Marke aus Turin verstärkt dem Thema Elektrifizierung, behielt mit dem bereits 2007 vorgestellten 500-Verbrennermodell jedoch ihr bestes, im polnischen Werk Tychy gebautes Pferd im Stall. 2021 wurde die Fiat-Mutter FCA ein wesentlicher Teil des zusammen mit PSA neu geschaffenen Stellantis-Konzerns. Eine gute Nachricht vorab: Die Marke Fiat steht längst nicht mehr für rostige Bleche ab Werk. Die Qualität konnte im vorigen Jahrzehnt merklich zulegen. Schockte ein Fiat 500 vor elf Jahren im AUTO BILD-Dauertest noch mit zahlreichen Schäden, inklusive Motor- und Getriebedefekt, machte 2019 ein 500X alles viel besser und scherte sich nach 100.000 Kilometern die höchst respektable Endnote 2+.
Als Spezialist für Kleinst- und Kleinwagen buhlen hierzulande die zigfach modellgepflegten Kultauto-Baureihen Panda und 500 sowie der 2020 vorgestellte 500e um Kunden. Die kostspieligen Sportmodelle werden, stark verfeinert und deutlich kräftiger motorisiert, unter dem Label Abarth als hochpreisigere Marke verkauft. Fiat-Modelle ab der Mittelklasse aufwärts haben es dagegen bis auf eine Ausnahme in Europa seit Jahrzehnten sehr schwer. Stark von Privathaushalten nachgefragt ist das Transportermodell Ducato, weil es zehntausendfach zum Kastenwagen-Camper ausgebaut durchaus als Alltagsauto genutzt wird. Um Entwicklungskosten radikal zu sparen, setzte Fiat auch in der Vergangenheit immer wieder clever auf Kooperationen mit anderen Herstellern.
Das SUV-Modell Freemont war ein umgelabelter Dodge, der 124 Spider ein bei Mazda in Japan gefertigter MX-5-Zwilling im charmantem Retrodesign. Dem kernigen Pick-up-Modell Fullback sieht man seine Mitsubishi-Gene ebenfalls deutlich an. Inzwischen werden immer mehr Modelle gemeinsam mit Stellantis-Schwestermarken entwickelt. Bis 2027 ist eine umfassende Elektrifizierung der Antriebspalette geplant. Interessenten sollen die Autos über Stellantis- und You-Mehrmarken-Autohäuser erwerben. Und die für Fiat lange überlebenswichtigen Rabattaktionen? Für die Händler greift von 2024 bis 2027 schrittweise ein Agenturmodell, was großzügige Neuwagenrabatte einzelner Anbieter drastisch erschwert. Immerhin: Der Fiat-Fahrzeugbestand in Deutschland betrug zum 1. Januar 2024 knapp 1,3 Millionen Fahrzeuge. Ein Topwert für die italienische Traditionsmarke.
Panda
Neupreise von 9090 bis 20.190 Euro • Gebrauchtpreise* von 5300 bis 14.490 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 11.190 Euro • Motoren von 69 bis 95 PS • Motortipp 69 PS, 6,1 l S/100 km • Rückrufe 23 • Euro-NCAP-Insassenschutz 45 % (0 Sterne, 2018).
Gefällt uns
- Erstaunlich viel Platz
- Einfache technische Basis
Gefällt uns nicht
- Mäßiger Qualitätseindruck
- Mieses Crash-Resultat (2018)

Der Panda punktet mit einem tollen Raumangebot, überschaubarer Technik und einem moderaten Unterhalt.
Bild: Toni Bader
Die tolle Kiste ging 2012 in dritter Generation an den Start. Pluspunkte sind das verblüffende Raumangebot, die überschaubare Technik und der moderate Unterhalt. ESP ist ab 2014 Serie. Typische Probleme sind Verarbeitungsdefizite, rostige Abgasanlagen und verschlissene Fahrwerkslager. Gebraucht recht kostspielig sind die Cross-Variante und der Allradler 4x4.
500
Neupreise von 11.700 bis 39.900 Euro • Gebrauchtpreise* von 6490 bis 20.990 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 12.399 Euro • Motoren von 69 bis 190 PS • Motortipp 69 PS, 6,2 l S/100 km • Rückrufe 42 • Euro-NCAP-Insassenschutz 66 % (3 Sterne, 2017).
Gefällt uns
- Charmanter Kleinstwagen
- Tolle Sondermodelle
Gefällt uns nicht
- Alte 500er oft defekt
- Schwache TÜV-Resultate
Das Herz der Marke ist der 2007 eingeführte 500. Zahlreiche Modellpflegen hielten das in Polen gebaute knuffige Stadtauto stets überdurchschnittlich stilvoll. Dadurch ist der 500 insbesondere bei italophilen Großstädtern begehrt. Diese müssen sich mit Abstrichen bei der passiven Sicherheit arrangieren. Den 500er gibt es gebraucht in unterschiedlichstem Erhaltungszustand. Für den Sommer ideal ist das Cabriolet mit Faltverdeck. Mäßige Exemplare starten bei unter 2000 Euro. Gesucht und entsprechend teuer sind einzelne Serien der mehr als 30 Sondermodelle.

Besonders bei italophilen Großstädtern beliebt: der Fiat 500.
Bild: Christof R. Schmidt / AUTO BILD
Das Antriebsspektrum reicht vom 69-PS-Vernunftmotor bis zu den maximal 180 PS starken Derivaten der sportlichen Schwester Abarth. Letztere hat eine zahlungskräftige Fangemeinde. Gebraucht kosten die teils extremen Knallbüchsen so viel wie manch vollwertiger Sportwagen. Werkstattbesuche sind leider häufiger unplanmäßig fällig. Beim TÜV nervt der 500 bereits in jungen Jahren mit maroden Achsfedern, Ölverlustproblemen und verrosteten Auspuffanlagen. Viele Rückrufe!
500e
Neupreise von 26.790 bis 46.000 Euro • Gebrauchtpreise* von 22.590 bis 33.485 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 20.990 Euro • Motoren von 95 bis 155 PS • Motortipp 118 PS, 14,8 kWh/100 km • Rückrufe 3 • Euro-NCAP-Insassenschutz 76 % (4 Sterne, 2021).
Gefällt uns
- Alltagstaugliches E-Konzept
- Extrem stadttauglich
Gefällt uns nicht
- Akku klein, Reichweite gering
- Happige Listenneupreise
Optisch ist der 500e seinen Ahnen treu. Technisch ist das Ende 2020 eingeführte Modell jedoch eine komplette Neukonstruktion. Verblüffend gut sind Qualität und Infotainment des in Turin gebauten Premiumzwergs gelungen. Für die Kurz- und Mittelstrecke reicht der ausschließlich verbaute E-Antrieb mit Akkugrößen zwischen 23,8 und 42 kWh vollkommen aus.

Der 500e ist technisch eine komplette Neukonstruktion.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Neben dem Dreitürer gibt es eine exotische 3+1-Version mit einer kurzen Fondtür. Im Herbst 2022 wurde eine Abarth-Version mit 155 PS nachgereicht. Wie beim Verbrenner-500er gibt es sündhaft teure Sondermodelle für Fans.
Punto
Neupreise von 11.590 bis 20.900 Euro • Gebrauchtpreise* von 3950 bis 8500 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 5595 Euro Motoren von 69 bis 180 PS • Motortipp 69 PS, 6,6 l S/100 km • Rückrufe 14 • Euro-NCAP-Insassenschutz 51 % (0 Sterne, 2017).
Gefällt uns
- Charmanter Kleinwagen
- Reichlich Platz vorn
Gefällt uns nicht
- TÜV-Mängel häufig
- Sicherheitsmängel
Günstig, geräumig und mit dezentem Schick positionierten die Italiener die dritte Punto-Generation von 2005 bis 2018. Anfang trug er "Grande" voran. Typisch sind multiple Verarbeitungsmängel. Da etliche Eigner es mit Wartung und Pflege leider nicht allzu genau nahmen, sind TÜV-Probleme und angehäufte Defekte mit steigendem Fahrzeugalter an der Tagesordnung.

Punto: Versäumnisse bei Wartung und Pflege sorgen beim TÜV für Probleme.
Bild: Lena Barthelmess
Exotisch, aber sparsam sind die 75 bis 130 PS starken Commonrail-Diesel und die 180- PS-Abarth-Version. Enttäuschend war der NCAP-Crashtest.
Tipo
Neupreise von 14.250 bis 34.490 Euro • Gebrauchtpreise* von 9400 bis 28.790 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 14.490 Euro • Motoren von 95 bis 130 PS • Motortipp 95 PS, 5,3 l D/100 km • Rückrufe 9 • Euro-NCAP-Insassenschutz 82 % (3 Sterne, 2016).
Gefällt uns
- Gutes Raumangebot
- Günstig im Unterhalt
Gefällt uns nicht
- Im Detail konstruktiv betagt
- TÜV-Resultat durchwachsen
Als ehrliche Haut bietet Fiat den geräumigen Tipo seit 2016 in der Kompaktklasse an. Der kompakte Fünftürer, die biedere Stufenhecklimousine und der erstaunlich geräumige Kombi zielten zu Kampfpreisen von 14.990 Euro an (vor Rabatten) auf Käufer ab. Die Motorisierungen reichen von mageren 95 bis 130 PS, es gibt Handschalter oder Doppelkuppler. Besonders der 1.4-16V und die Dieselmodelle sind aufgrund ihrer robusten Auslegung empfehlenswert.

Robuste Auslegung: Beim Tipo sind der 1.4-16V und die Dieselmodelle besonders empfehlenswert.
Bild: Toni Bader
2020 gab es eine moderate Frischzellenkur mit überarbeiteter Front und als Goodie die Crossover-Variante Cross. Besonders bei jüngeren Modellen fällt negativ auf, dass der Tipo, einst preissensibel positioniert, sukzessive verteuert wurde. Die Qualitätsanmutung ist recht einfach. Sinnvolle Assistenzsysteme sind Mangelware. Im Alter problematisch sind der relativ hohe Verschleiß an den Achsaufhängungen und die wenig haltbaren Bremsscheiben. Beide Punkte fallen auch bei TÜV-Prüfungen negativ ins Gewicht.
124 Spider
Neupreise von 24.990 bis 48.170 Euro • Gebrauchtpreise* von 17.820 bis 20.850 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 19.500 Euro • Motoren von 140 bis 170 PS • Motortipp 140 PS, 7,2 l S/100 km • Rückrufe 2 • Euro-NCAP-Insassenschutz noch nicht getestet.
Gefällt uns
- Viel Frischluftspaß
- Agiles Fahrwerk
Gefällt uns nicht
- Recht wertstabil
- Teile teils teuer

Bild: Uli Sonntag / AUTO BILD
Seinen Spider belebte Fiat von 2016 bis 2018 wieder. Der 124 Spider ist ein umgestylter Mazda MX-5 mit Fiat-Multi-Air-Triebwerk. Fahrspaß bietet der Zweisitzer mit 140 PS Leistung. Gravierende Baustellen gibt es nicht. 30 PS stärker und sportlicher ist die Abarth-Variante.
500L
Neupreise von 15.990 bis 24.140 Euro • Gebrauchtpreise* von 7200 bis 13.900 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 9915 Euro • Motoren von 80 bis 120 PS • Motortipp 120 PS, 5,7 l D/100 km • Rückrufe 4 • Euro-NCAP-Insassenschutz 94 % (5 Sterne, 2012).
Gefällt uns
- Reichlich Platz
- Interessante Ausstattungen
Gefällt uns nicht
- Träges Fahrverhalten
- Müde Basismotoren
Knuffige Raumwunder auf Basis des Fiat 500 haben bei Fiat eine lange Tradition. Tatsächlich borgte sich das Retro-Vanmodell 500L ab 2012 nur das niedliche Design seines kleinen Bruders. Unter seiner Hülle pflegt er eine Plattformbruderschaft mit dem 500X und dem Jeep Renegade.

Bild: Werk
Als Trekking und Cross ergibt der 500L einen milden Crossover, der 20 Zentimeter längere Living ist offiziell ein Siebensitzer! Charmant war die einst optionale Espressomaschine für unterwegs. Der 95-PS-Benziner genügt, aber der 120-T-Jet ist deutlich angenehmer. Sparsam und haltbar sind die Diesel, müde und exotisch ist die Erdgasversion. 2017 gab es ein größeres Facelift. Typische Probleme sind marode Auspuffanlagen, Getriebeprobleme, wenig standfeste Bremsen und Infotainmentausfälle.
Doblò
Neupreise von 16.750 bis 45.490 Euro • Gebrauchtpreise* von 6200 bis 26.645 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 10.990 Euro • Motoren von 90 bis 136 PS • Motortipp 105 PS, 6,6 l D/100 km • Rückrufe 30 • Euro-NCAP-Insassenschutz 75 % (3 Sterne, 2017).
Gefällt uns
- Tolles Raumangebot
- Moderate Fixkosten
Gefällt uns nicht
- Mäßiges Qualitätsniveau
- Oft schlecht gepflegt
Kastenwagen sind aufgrund ihrer multifunktionalen Eigenschaften beliebt. Beim Doblò ist jedoch generell Vorsicht angebracht. Der Italiener lockt zwar mit zwei optionalen Schiebetüren und rund 3000 Liter Ladevolumen, ist genau genommen aber eben nur ein aufgepeppter Kleintransporter mit äußerst mäßiger Qualität. Dazu kommt eine häufig lückenhafte Wartungshistorie. Das Fahrverhalten weckt wenig Begeisterung, die Antriebe zeigen verschleißbedingt oft genug multiple Probleme.

Bild: Werk
Das weiß auch der TÜV, der überdurchschnittlich oft rotsieht. Immerhin ist der Rostschutz okay. Wenn die moderaten Gebrauchtpreise zu verlockend sind, darf es idealerweise ein Doblò 263 aus der von 2015 bis 2022 gebauten Facelift-Generation mit Multijet-Turbodiesel sein. Sein Nachfolger mit der internen Kennung K9 trägt französische Stellantis-Gene, ist auch vollelektrisch zu haben, jedoch als Gebrauchter noch teuer.
Scudo
Neupreise von 28.441 bis 54.859 Euro • Gebrauchtpreise* von 6990 bis 34.485 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 20.885 Euro • Motoren von 90 bis 163 PS • Motortipp 120 PS, 7,9 l D/100 km • Rückrufe 19 • Euro-NCAP-Insassenschutz 59 % (3 Sterne, 2012).
Gefällt uns
- Tolles Raumangebot
- Guter Fahrkomfort
Gefällt uns nicht
- Im Alter multiple Mängel
- Recht teurer Unterhalt
Ein Nutzriese war die bis 2016 gebaute Generation. Fünf bis acht Sitzplätze machen dem neu und gebraucht viel teureren VW Bulli Konkurrenz, die anständig ausgekleideten Panorama-Family- und Executive-Modelle sind keine Luxussänften, können sich aber durchaus sehen lassen. Ob es die Kurz- oder die Langversion sein sollte, hängt vom Einsatzprofil ab. Generell ist der Multijet-Turbodiesel ab 120 PS die richtige Wahl, wenn es um einen kraftvollen und wirtschaftlichen Betrieb geht.

Bild: Werk
Allerdings berichten etliche Besitzer von sich häufenden multiplen Defekten im Alter. Besonders die Elektronik neigt zu Problemen bei der mittlerweile mindestens acht Jahre alten Modellgeneration. Der nach sechsjährigem Baustopp 2022 vorgestellte Nachfolger ist rein elektrisch unterwegs. Er ist eng mit diversen Stellantis-Schwesterderivaten verwandt.
500X
Neupreise von 16.490 bis 35.990 Euro • Gebrauchtpreise* von 10.550 bis 26.790 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 15.499 Euro • Motoren von 95 bis 170 PS • Motortipp 120 PS, 6,3 l D/100 km • Rückrufe 9 • Euro-NCAP-Insassenschutz 86 % (4 Sterne, 2015).
Gefällt uns
- Individuelles Kompakt-SUV
- Tolles Dauertest-Resultat
Gefällt uns nicht
- Teilweise Elektronikprobleme
- Mäßiges Infotainment
Zu den freundlichsten Vertretern der Kompakt-SUV-Zunft gehört der 2015 eingeführte 500X. Dass es um seine Zuverlässigkeit mehr als ordentlich steht, belegt eine 2+ als Endnote im 100.000-Kilometer-Dauertest. Die Auswahlmöglichkeiten in der Aufpreisliste und zahlreiche erstaunlich fein gebaute Sondermodelle machen den 500X zu einem volkstümlichen Edelitaliener. Mit dem 140-PS-Multi-Air- Turbobenziner ist das Modell angenehm passend zum straffen Fahrwerk, aber nicht zu üppig motorisiert. Optional gibt es eine Allradvariante. 2018 kam ein erstes Facelift mit frischen Motoren, 2020 startete eine Hybridversion.

Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD
2022 folgte ein weiteres Facelift. Knurrig, aber drehmomentstark und sparsam sind die Multijet-Diesel. Welche typischen möglichen Probleme gibt es? Vereinzelt schwächelt der Turbolader. Und auch das Infotainment funktioniert nicht immer ganz tadellos. Besonders das TomTom-Navi steigt häufiger aus. Bei vielen anderen Fehlermeldungen reicht erstaunlich oft ein Motorneustart, um böse Fehlerphantome aus der Bordelektronik zu vertreiben.
Freemont
Neupreise von 27.390 bis 38.390 Euro • Gebrauchtpreise* von 8500 bis 14.945 Euro • Durchschn. Gebrauchtpreis** 10.998 Euro • Motoren von 140 bis 280 PS • Motortipp 170 PS, 8,0 l D/100 km • Rückrufe 4 • Euro-NCAP-Insassenschutz 83 % (5 Sterne, 2011).
Gefällt uns
- Großzügiger Innenraum
- Angenehmer Komfort
Gefällt uns nicht
- Geringe Handlichkeit
- Verarbeitung im Detail mäßig
Value for money ist eigentlich ein amerikanisches Geschäftsmodell. Das gut 4,89 Meter lange Crossover-Modell Freemont ist eigentlich ein umgelabelter Dodge Journey, der durch die Ehe mit Chrysler möglich wurde. Für erstaunlich moderate Neupreise bot dieser von 2012 bis 2016 ein Van ähnliches Raumangebot, XL-SUV-Optik und bis zu sieben Sitzplätze (dann allerdings nur noch 130 Liter Kofferraumvolumen). Seine Ausstattung ist stets komfortabel, die Verarbeitung entspricht jedoch eher amerikanischem Automittelmaß.

Bild: Martin Meiners
Je nach Motorisierung pflegt der Freemont unterschiedliche Charaktere: Mit 170-PS-Multijet-Diesel ist er erstaunlich wirtschaftlich, verbraucht sechs bis acht Liter. Ein mächtiger und unterhaltsamer Brummer ist er dagegen, wenn der durstige 3.6-V6-24V mit 280 PS und Allradantrieb verbaut ist. Wo hakt es? Besonders frühe Modelle zeigten teils grobe Verarbeitungsmängel. Die Lederqualität war dürftig. Das UConnect-Infotainment ist fehlerträchtig. Und die Bremsen rubbeln gern.
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