Fisker: E-Autos werden zu Schleuderpreisen verkauft
Fisker-Modelle gehen zu Dumpingpreisen über den Tisch
Bild: AUTO BILD
- Sebastian Geschwill
Im Hause Fisker läuft es nach wie vor nicht rund: Nachdem das insolvente US-Start-up erst Ende Mai 2024 erneut Hunderte Angestellte entlassen hatte, müssen nun offenbar Tausende E-Autos ihren Platz räumen. Wie die Website Electric Vehicles berichtet, hat Fisker die gerichtliche Genehmigung erhalten, die mehr als 3300 verbliebenen Autos der Baureihe Ocean zu verkaufen.
Über einen Abnehmer muss sich Fisker wohl aber keine Gedanken machen, heißt es. Grund dafür sei ein bereits ausgehandelter Deal mit dem Leasinganbieter American Lease, der die restlichen Fahrzeuge jetzt kaufen möchte.
Fisker Ocean zum Discountpreis
Dem Bericht zufolge übernimmt die New Yorker Leasinggesellschaft die Fisker-Ocean-Flotte für maximal 46,25 Millionen US-Dollar (ca. 42,3 Millionen Euro). Klingt viel, ist es aber nicht: Denn wer diese Summe durch die Anzahl der zum Verkauf stehenden Exemplare teilt, der landet bei einem durchschnittlichen Einzelpreis von knapp 13.000 Euro.
Zum Vergleich: Ein fabrikneuer Fisker Ocean One kostete einst umgerechnet rund 70.000 Euro, ein Ocean Sport 44.000 Euro. Auf den ersten Blick hat American Lease also ein richtiges Schnäppchen gemacht. Doch der erhofft hohe Preisnachlass könnte geringer ausfallen als gedacht.
Nicht alle Autos sind in gutem Zustand
Denn zu den verbliebenen Autos zählen offenbar auch gebrauchte und beschädigte Fahrzeuge, räumt Electric Vehicles ein. Konkret: Nur 2711 der 3321 Fahrzeuge befinden sich angeblich in einem guten Zustand. Für die 610 übrigen Autos könnten demzufolge Reparatur- oder andere Servicekosten anfallen, die American Lease wiederum aus eigener Tasche zahlen müsste. Mit der neuesten Software seien die offerierten E-Autos jedoch bereits allesamt ausgestattet. Die Finalisierung des Deals ist aktuell noch nicht bestätigt. Dennoch scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Fisker vor dem endgültigen Aus steht.
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