Ford Bronco Raptor im Test
Heißester Hengst im Ford-Stall: So fährt der brachiale Bronco Raptor
Gegen ihn ist selbst die G-Klasse nur ein Auto für Angeber: Kein Allradler macht mehr Lust aufs Abseits als der Ford Bronco Raptor. Ein Fahrbericht.
Bild: AUTO BILD
Von wegen Geröllhalde! Was für normale Geländewagen unpassierbar erscheinen mag, ist für dieses Auto nur eine schnöde Schotterpiste, jeder Baumstamm schrumpft zum Stöckchen, jeder Bach wird zum Rinnsal und jeder Tümpel zur seichten Pfütze – denn am Steuer des Ford Bronco sieht die Welt einfach anders aus.
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Erst recht, wenn einen das Schicksal in den Raptor verschlägt: Gebaut für den Rallye-Einsatz in den Wüsten zwischen Kalifornien und Mexico und ausgerüstet mit allem, was hart und schnell macht, ist er so etwas wie der GTI unter den Geländewagen und nicht weniger als der heißeste Hengst im Ford-Stall. Kein Mustang kommt da noch mit, vom müden Mach-E ganz zu schweigen.

Der GTI unter den Geländewagen: Mit dem Raptor setzt Ford beim ohnehin schon kultigen Bronco noch ordentlich eins drauf.
Bild: Ford Motor Company
Knuffig, charakterstak und "capable", also für wirklich alles zu gebrauchen – schon der klassische Bronco ist Kult, seit die Amerikaner den Konkurrenten des Wrangler vor zwei Jahren endlich wieder aufgelegt haben. Und kaum waren die endlos langen Lieferlisten abgearbeitet, haben sie in Detroit den Hype mit dem Raptor noch einmal angeheizt.
Auf 37-Zöllern über Stock und Stein
Dafür haben sie die Playmobil-Karosserie, bei der man wie mit wenigen Handgriffen erst die Dachplatten, dann das Heck und am Ende sogar die Türen ausbauen kann, auf ein waschechtes Rallye-Fahrwerk mit Fox-Federn der besonders stabilen Sorte gestellt und 37 Zoll große BF Goodrichs auf die verstärkten Achsen gesteckt. Und weil die mächtigen Walzen ein bisschen Platz brauchen, haben sie die Spur verbreitert und die Kotflügel gleich mit.

Gut gerüstet: Der Raptor geht mit Rallye-Fahrwerk, Fox-Federn, verstärkten Achsen und 37 Zoll großen BF Goodrichs ins Rennen.
Bild: Ford Motor Company
Jetzt spannt das Blech wie der Stoff über Schwarzeneggers Bizeps in seinen besten Zeiten. Wer diesen Bronco sieht, der lenkt sein SUV ganz kleinlaut in den Streichelzoo und denkt nicht mehr im Traum daran, sich ins Gelände zu wagen.
Im Gelände kennt der Bronco keine Grenzen
Der Raptor dagegen strebt zielsicher in die Steppe. Ja, auf den amerikanischen Highways und Byways kann ein bisschen mehr Bodenfreiheit auch nicht schaden, und wo es Caddy & Co mächtig durchschüttelt, schmatzt der Bronco die Bodenwellen einfach weg und schluckt jedes Schlagloch. Doch am liebsten suhlt er sich im Dreck, frisst Staub, schmeißt mit Sand und nimmt Flugstunden in den Dünen.

Offroad-Tier: Mit über 30 Zentimetern Federweg gibt es für den Ford Bronco Raptor im Gelände so gut wie keine Grenzen.
Bild: Ford Motor Company
Nicht umsonst hat er mehr als 30 Zentimeter Federweg und hüpft wie ein Sandfloh auf Speed durch die Wüste. Spätestens da weiß man dann auch, weshalb sie das Cockpit so grobschlächtig gestaltet und so rustikal ausgeschlagen haben – der nächste Kärcher zischelt schließlich schon.
Unter der Haube tobt ein Dreiliter-V6
Treibende Kraft dabei ist ein aufgebohrter Sechszylinder. Aus drei statt bislang 2,7 Litern Hubraum brüllt der V6-Turbo nicht nur wie ein Großer – erst recht, wenn man die Klappen im Auspuff auf Knopfdruck ganz weit aufreißt –, er hat auch Bärenkräfte: Mit 424 PS stürmt der Raptor durch die Wüste und krallt sich mit knapp 600 Nm in den Dreck.

Treibsatz: Unter der Haube des Raptor sorgt ein Dreiliter-Turbo-V6 mit 424 PS und knapp 600 Nm für unbändige Kraft in allen Lebenslagen.
Bild: Ford Motor Company
Fein sortiert von einer zehnstufigen Automatik und verteilt von einem Allrad mit drei Sperren und einem halben Dutzend Fahrprogramme schleudert der V6 den Raptor im besten Fall in 5,6 Sekunden auf Tempo 100. Und wie schnell er bei Vollgas ist, spielt in der Pampa nun wirklich keine Rolle. Schon bei 120 km/h wird der Ritt hier wilder als mit jedem Mustang auf der Straße, da will man sich einen Kick-down nicht einmal vorstellen.
So begehrenswert er auch sein mag, wird sich der in Amerika "nur" 68.500 Dollar teure Bronco Raptor wohl kaum auf die Reise über den Atlantik machen. Aber einen kleinen Trost für uns Europäer haben sie in Detroit doch parat. Der normale Bronco kann zu stolzen Preisen ab 74.500 Euro hierzulande bereits bestellt werden.
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