Ford Puma: Schwachstellen, Mängel, Stärken
Der Puma schnurrt nicht immer zufrieden

– Der Ford Puma macht seine Besitzer glücklich. Doch obwohl die ihr Mini-SUV schonen, sind die Prüfer nicht immer zufrieden. Meist landet die Katze aber auf ihren Pfoten.
Bild: Ford
Worauf Gebrauchtwagenkäufer beim Ford Puma achten sollten: die wichtigsten Infos aus dem aktuellen TÜV-Report!
Ford Puma
- Bauzeit: 2019 bis heute
- Motoren: 95 PS (1.0) bis 200 PS (1.5)
- Gebrauchtpreis: ab 14.000 Euro
Das ist er: Ein Verwandter des inzwischen eingestellten Ford Fiesta. Der rund 4,20 Meter lange Ford Puma besitzt stets Frontantrieb. Die überwiegende Mehrheit der Käufer wählte einen der Dreizylinder-Benziner (1,0 und 1,5 Liter Hubraum). Einen Vierzylinder gab es nur in Form des Ende 2021 eingestellten, weil kaum nachgefragten Diesels (120 PS).

Das Design ist der Dynamik verpflichtet. Die Verwandtschaft mit dem Fiesta sieht man dem Puma nicht an.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der Selbstzünder, der ebenfalls Ende 2021 eingestellte Basisbenziner (95 PS) und die Anfang 2024 eingestellte 200 PS starke "ST"-Version kommen stets mit Sechsgang-Handschaltung. Alle anderen Versionen sind auch mit Powershift-Doppelkupplung verfügbar. Nur den Hybrid ST mit 170 Overboost-PS (sonst 160 PS) gibt es nicht mit manuellem Getriebe.
Das kann er: An den Ford Puma der späten 90er-Jahre erinnern. Der stammte auch vom Fiesta ab und bot bezahlbaren Fahrspaß. Nicht nur Kurven nimmt der neue Puma dank direkter Lenkung mit Elan. Auch sein straffes, aber komfortables Fahrwerk, die einfache Bedienung und die kultivierten Dreizylinder machen Laune.

Das Platzangebot geht in Ordnung. Zwar ist der Puma nicht riesig, doch er bietet auf den vorderen Plätzen angenehme Bewegungsfreiheit und ein aufgeräumtes Armaturenbrett. Im Fond geht es deutlich beengter zu.
Bild: Tom Salt /AUTO BILD
Abgesehen vom Top-ST sind alle Benziner seit 2021 Mildhybride. Mit der 48-Volt-Technik begnügt sich auch die spaßige 155-PS-Variante im Schnitt mit sechs Liter Super. Beachtlich: Auf feine Komfortextras wie Massagesitze, eine sensorgesteuerte elektrische Heckklappe oder ein Panorama-Glasdach müssen Puma-Fahrer nicht verzichten.
Das macht Ärger: Knarzgeräusche, schnell alternde Materialien und Dichtungen. Der anfällige Ford-Zahnriemen wurde beim Puma durch eine Steuerkette ersetzt (nur der Diesel hat einen Zahnriemen). Ob diese hält, bleibt abzuwarten. Das Kraftfahrt-Bundesamt listet acht Rückrufe auf, unter anderem wegen Brandgefahr durch Ölaustritt.
Das TÜV-Urteil
Fahrwerk
Komplett sorgenfrei bleiben die Achsaufhängungen. Die Mängelrate der Federn und Dämpfer bewegt sich auf Klassendurchschnitt. Die Lenkgelenke werden selten und erst zur zweiten HU beanstandet. Die Lenkung kritisieren die Prüfer jedoch schon nach drei Jahren. Zur zweiten HU sieht es sogar schlimmer aus. Rost tritt bislang gar nicht auf.
Licht
Besser als im Klassenschnitt arbeitet das Abblendlicht. Tagfahrlichter und Nebelleuchten fallen häufiger aus. Die Blinker schwächeln öfter bei der zweiten HU.
Bremsen
Die Mängelrate der Fußbremse entspricht dem Klassenmittel, die Handbremse arbeitet fehlerfrei. Auch Bremsschläuche und -leitungen werden nie beanstandet. Verschlissene Bremsscheiben kommen zur zweiten HU etwas häufiger vor.
Umwelt
Ölverlust ist die absolute Ausnahme, Durchfaller bei der Abgasuntersuchung kommen dagegen überdurchschnittlich oft vor. Auch rostet die Abgasanlage schnell.
Fazit
Mag der Puma seine Besitzer auch überzeugen – im TÜV-Report erreicht der Kölner Crossover nur ein durchwachsenes Ergebnis. Obwohl seine gemittelte Laufleistung deutlich unter dem Klassendurchschnitt liegt, leistet er sich einige Ausfälle. Lichtblick: Trotz Problemen mit der Lenkung, der vorderen Beleuchtung und bei der Abgasuntersuchung besteht der Puma öfter als der Durchschnittsprüfling die HU.
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