Sie ist fast zehn Zentimeter lang und mit 14 Stichen genäht worden, Timo Glocks Narbe. Beim Unfall in Suzuka hatte sich ein Aluminium-Teil des Frontflügels zunächst ins Cockpit geschummelt und dann Glocks Wade aufgeschlitzt. "Das sah aus wie eine Tasche, in die man reinfassen kann", ulkte Glock noch nach der Qualifikation zum GP Japan. Tatsächlich aber machte ihm die Verletzung länger zu schaffen, als ihm lieb war. Glock: "Das Problem ist, dass man in Japan nicht perfekt gearbeitet hat. Deshalb kam nach ein paar Tagen immer noch eine Menge Blut aus ein paar Blutgefäßen raus, die offen waren. Es gab im Bein also eine Menge Flüssigkeit und Blut, was die Rekonvaleszenz-Zeit (Genesung, d. Red.) verdoppelt hat."

Bis Weihnachten wieder fit

Timo Glock Narbe
Bild: Tom Wood/RM Auctions
Grund für seinen Startverzicht beim GP Abu Dhabi war zwar ein gestauchter Rückenwirbel. "Der heilt normalerweise erst nach acht Wochen. Deswegen sagen die Ärzte, dass das Risiko bei einem weiteren Unfall ein bisschen groß gewesen wäre." Aber: "Ich habe auch viel Substanz im linken Bein verloren und wäre körperlich nicht hundert Prozent fit gewesen", erklärt Glock. Bis Weihnachten will der 27-Jährige körperlich wieder fit sein. Glock: "Zum Glück lässt sich das schneller wieder aufbauen, wenn man schon mal eine Basis hatte. Aber ich habe jetzt für die Wintermonate eine echte Aufgabe vor mir."