Formel 1
Vettel musste um Sieg bangen

Der Erleichterung nach dem Sieg beim Goßen Preis von Malaysia folgte für Sebastian Vettel der Schock. Wegen Überholens unter gelber Flagge drohte eine Strafe.
Endlich konnte Sebastian Vettel (22) auch nach dem Rennen mal so richtig strahlen. Nach zwei technischen Defekten in den ersten beiden Grands Prix hat der Red-Bull-Pilot seinen Sieg beim Großen Preis von Malaysia umso mehr genossen. Beim offiziellen Mannschafts-Siegerfoto in der Boxengasse spritzte der Heppenheimer ausgelassen mit Champagner. Danach posierte er in der Garage mit seiner Boxencrew für ein Erinnerungsfoto. In der Sieger-Pressekonferenz lallte er: "Ich muss mich entschuldigen: Ich glaube, ich bin vom Champagner etwas beschwipst! Den bin ich gar nicht mehr gewohnt." Und vor der Pokalvergabe witzelte er auf Nico Rosbergs Hinweis, er habe Magen-Darm-Probleme: "Oh, dann gebe ich Dir lieber nicht die Hand!
Vettel musste zum Rapport zu den Rennkommissaren

Bild: XPB
Nach dem Rennen zum Fotoshooting
Noch eine Stunde später, um 20 Uhr, hatte Vettel seinen letzten offiziellen Termin. In seinem Fahrerraum wartete AUTO BILD MOTORSPORT auf ihn, um den sechsmaligen GP-Sieger mit Champagnerflasche und Pokal zu fotografieren. "Posierst Du etwa für ein Erinnerungsfoto", scherzte Vettel, als er die ABMS-Reporterin fürs Probeshooting mit seinem Pokal erwischte. Dann gestand ein sichtlich erschöpfter Red-Bull-Fahrer: "Es ist schon eine große Erleichterung. In den ersten beiden Rennen sind wir nicht da gelandet, wo wir wollten. Aber dies ist ein großartiges Ergebnis!"
Hackordnung zurechtgerückt
Auch Teamchef Christian Horner schwärmte von seinem Starpiloten: "Trotz des Pechs in den ersten beiden Rennen war Sebastian cooler als viele andere. Er weiß, dass er ein schnelles Auto hat, daher wächst seine Motivation in den Himmel. Ja, er hätte die ersten zwei Rennen gewinnen können und er gewann sie nicht. Jetzt ist der erste Sieg abgehakt und wir sind mit beiden Fahrern in der Tabelle halbwegs dabei. Das ist großartig für die Weltmeisterschaft." Auch Teamkollege Mark Webber wurde erneut in die Schranken gewiesen. In der verregneten Qualifikation war der Australier dank eines Pokers mit Intermediate-Reifen vor Nico Rosberg und Vettel noch Schnellster. Doch gleich am Start rückte Vettel die Hackordnung gnadenlos zurecht. Vettel: "Ich hatte einen guten Start, kam auf Anhieb gut weg. Das war der Schlüssel, um an Nico Rosberg vorbei zu kommen, dann mit viel Schwung in die erste Kurve zu gehen und Mark Webber auszubremsen."
Vettels WM-Strategie: Regelmäßig punkten

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