Formel 1 2026: Neue Autos, neue Technik
Aktive Aerodynamik, mehr Elektro-PS für die Formel 1

Die Königsklasse des Motorsports setzt 2026 auf komplett neue Technik und Regularien. Die Änderungen und wichtigsten Begriffe für die Formel 1 2026 im Überblick.
Bild: Formel 1
Die Formel 1 steht vor einem ihrer größten Umbrüche seit Jahren. Ab 2026 greift ein komplett neues Technik-Reglement – mit leichteren Autos, aktiver Aerodynamik und einem völlig neuen Energiemanagement. Ziel: mehr Action, mehr Fahrer-Einfluss, mehr Überholmanöver. Jetzt hat die Formel 1 erstmals Renderings der neuen Autos veröffentlicht. F1-Insider erklärt, was sich ändert – und was Begriffe wie Overtake, Boost oder Recharge wirklich bedeuten.
Formel 1 2026: Kleinere Autos, weniger Abtrieb – mehr Fahrer gefragt
Die neuen Formel-1-Autos werden deutlich kompakter und leichter. Rund 30 Kilogramm Gewicht fallen weg (jetzt 770 Kilo), der Radstand schrumpft um 20 Zentimeter (auf 3,40 Meter), die Breite um zehn (auf 1,90 m). Auch der Unterboden wird 15 Zentimeter schmaler. Das Resultat: bis zu 30 Prozent weniger Abtrieb und rund 40 Prozent weniger Luftwiderstand.

Overtake-Mode, Boost-Button, Recharge, alles neu in der Formel 1 2026
Bild: Formel 1
Heißt: Die Autos kleben weniger an der Strecke und reagieren weniger empfindlich aus Hinterherfahren. Sie sind zudem wendiger und schwieriger zu kontrollieren.
Aktive Aerodynamik statt DRS
Noch eine wichtige Änderung: Das bekannte DRS verschwindet. Stattdessen kommt eine aktive Aerodynamik mit beweglichen Front- und Heckflügeln zum Einsatz. Je nach Streckenabschnitt schalten die Fahrer zwischen zwei Modi um.
Im Straight Mode (für lange Geraden) stellen sich Flügel flacher; der Luftwiderstand sinkt, der Topspeed steigt. Im Corner Mode gehen die Flügel zurück in ihre maximale Abtriebsstellung – für Grip und Stabilität in Kurven. Neu: Auch Teile des Frontflügels bewegen sich mit, um die Balance zu halten.
Mehr Elektro-Power, weniger Komplexität
Auch der Antrieb ist neu. Die komplizierte MGU-H (Elektro-Generator im Abgasstrahl) verschwindet komplett. Dafür wird die MGU-K (Elektromotor an der Hinterachse) deutlich stärker und liefert künftig bis zu 350 kW (476 PS) Leistung. Der Elektroanteil wächst massiv – der Verbrenner verliert an Bedeutung.

Die Front- und Heckflügelelemente lassen sich via Knopfdruck verstellen
Bild: Formel 1
Die 18-Zoll-Räder bleiben, bekommen aber neue Dimensionen.
Die neuen F1-Begriffe erklärt
Overtake Mode: Er ersetzt das DRS. Befindet sich ein Fahrer weniger als eine Sekunde hinter einem Gegner, kann er zusätzliche elektrische Leistung abrufen – entweder auf einmal oder strategisch verteilt. Überholen soll damit wieder über Power funktionieren, nicht über offenen Flügel.
Boost Mode: Ein jederzeit abrufbarer Leistungs-Kick. Per Knopfdruck stellt der Fahrer maximale Energie aus Batterie und Motor bereit – zum Angriff oder zur Verteidigung. Der Boost ist nicht an bestimmte Streckenabschnitte gebunden.
Active Aero: Die aktive Aerodynamik erlaubt es, das Auto je nach Situation auf Top-Speed oder maximalen Grip zu trimmen. Das erhöht die taktischen Möglichkeiten – und belohnt Fahrer, die die Systeme perfekt beherrschen.
Recharge: In diesem Modus wird gezielt Energie zurückgewonnen. Beim Bremsen, Lupfen oder in weniger anspruchsvollen Kurven lädt sich die Batterie wieder auf. Wer clever rechargt, hat später mehr Power für Attacken.
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