Formel 1: Die besten Bilder vom Spanien GP

Formel 1: Ärger um Pirelli-Reifen

Top-Teams streiten wegen neuen Gummis

Reifen-Zoff in der Formel 1: Pirelli ändert die Pneus und Mercedes ist auf einmal wieder dominant. Ferrari und Red Bull sauer. Alle Hintergründe:
Mercedes dominiert in Barcelona - und die Konkurrenz ist sauer! Grund sind die neuen Pirelli-Gummis, die der italienische Reifenhersteller nach Barcelona brachte - und die Mercedes angeblich zurück in die Spur gebracht haben sollen.
Hintergrund: Beim Vorsaisontest an selber Stelle klagte vor allem das Weltmeisterteam über Blasenbildung auf den Pneus. Daraufhin kündigte Pirelli eine neue Struktur der Walzen für die besonders reifenmordenden Strecken in Barcelona, Le Castellet und Silverstone an. Um 0,4 Millimeter wurde die Auflagefläche aus Sicherheitsgründen reduziert. Das sorgt für härtere Reifen und verhindert das sogenannte „Blistering“.

Ohne Zusatz-Boxenstopp kommt Ferrari nicht aus

Der Vorwurf der Konkurrenz: Mercedes habe Pirelli - wenn auch legal - beeinflusst, man selbst sei aber erst nach der Bestätigung durch die FIA vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Fakt ist: Sebastian Vettels Ferrari kam gar nicht mit den neuen Gummis klar. Der Heppenheimer musste sogar einen Sicherheitsstopp einlegen, wurde deshalb nur Vierter statt Zweiter. Vettel erklärt: „Ich will keine Ausreden suchen, aber ist doch logisch: Mit weniger Gummi werden die Reifen härter und rutschen mehr. Das ist zwar für alle gleich, aber Probleme wie in Barcelona hatten wir das ganze Jahr lang noch nicht.“
Mercedes dagegen litt in einigen der ersten vier Rennen unter zu starkem Reifenverschleiß - und feierte nun die Wiederauferstehung.
Offiziell will Ferrari nicht von Wettbewerbsverzerrung sprechen. Aber auch bei Red Bull ist man sauer. Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko deutet gegenüber ABMS süffisant an: „Wir produzieren Energydrinks. Da können wir natürlich bei Pirelli nicht soviel erreichen, wie wenn es um die Erstausstattung von PKWs geht.“

Doppelsieg: Wolff feiert mit Hamilton und Bottas

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff kontert auf ABMS-Nachfrage: „Ich weiß nicht, was diese dauernde Nörgelei soll. Er soll sich an die eigene Nase fassen, sich auf sein Thema konzentrieren und nicht dauernd irgendwelche Gespenster suchen. Jeder, auch Ferrari und Red Bull, hat beim Test Blasenbildung gehabt. Die Hinterreifen des Red Bull sahen aus wie eine Vulkanlandschaft. Das ist schlecht fürs Geschäft, wenn der Reifen explodiert und deswegen hat Pirelli es geändert.“
Wolff weiter in Richtung Ferrari, denen das Reifen-Rätsel ebenfalls ein Dorn im Auge ist. „Das sind schwache Aussagen, wenn Du ein schlechtes Wochenende hast und Dich beklagst. Wir fassen uns als allererstes selbst an die Nase.“
Marko will das so nicht stehen lassen. „Natürlich hatten wir Verschleiß, aber der war im Rahmen. Sicherheitsbedenken? Das ist lachhaft!“ Auch Vettel betont auf ABMS-Nachfrage: „Wir hatten kein Sicherheitsproblem.“

Frust bei Ferrari: Vettel mag die neuen Pneus nicht

Auf den nächsten Grand Prix in Monaco haben die neuen Reifen keinen Einfluss. Sie kommen erst wieder in Le Castellet und Silverstone zum Einsatz. Der deutsche Ferrari-Star prognostiziert gegenüber ABMS deshalb: „Die Antwort, ob wir in Spanien vom Auto her zu langsam waren, die anderen einfach bessere Updates hatten oder es tatsächlich nur an den neuen Pirelli-Pneus lag, werden wir erst bei den zwei anderen Rennen mit den Pirelli-Sicherheitsreifen in Frankreich und England bekommen.“

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture Alliance

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