Formel 1: Ärger um Pirelli-Reifen
Top-Teams streiten wegen neuen Gummis

Reifen-Zoff in der Formel 1: Pirelli ändert die Pneus und Mercedes ist auf einmal wieder dominant. Ferrari und Red Bull sauer. Alle Hintergründe:
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
Mercedes dominiert in Barcelona - und die Konkurrenz ist sauer! Grund sind die neuen Pirelli-Gummis, die der italienische Reifenhersteller nach Barcelona brachte - und die Mercedes angeblich zurück in die Spur gebracht haben sollen.
Hintergrund: Beim Vorsaisontest an selber Stelle klagte vor allem das Weltmeisterteam über Blasenbildung auf den Pneus. Daraufhin kündigte Pirelli eine neue Struktur der Walzen für die besonders reifenmordenden Strecken in Barcelona, Le Castellet und Silverstone an. Um 0,4 Millimeter wurde die Auflagefläche aus Sicherheitsgründen reduziert. Das sorgt für härtere Reifen und verhindert das sogenannte „Blistering“.

Ohne Zusatz-Boxenstopp kommt Ferrari nicht aus
Mercedes dagegen litt in einigen der ersten vier Rennen unter zu starkem Reifenverschleiß - und feierte nun die Wiederauferstehung.
Offiziell will Ferrari nicht von Wettbewerbsverzerrung sprechen. Aber auch bei Red Bull ist man sauer. Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko deutet gegenüber ABMS süffisant an: „Wir produzieren Energydrinks. Da können wir natürlich bei Pirelli nicht soviel erreichen, wie wenn es um die Erstausstattung von PKWs geht.“

Doppelsieg: Wolff feiert mit Hamilton und Bottas
Wolff weiter in Richtung Ferrari, denen das Reifen-Rätsel ebenfalls ein Dorn im Auge ist. „Das sind schwache Aussagen, wenn Du ein schlechtes Wochenende hast und Dich beklagst. Wir fassen uns als allererstes selbst an die Nase.“
Marko will das so nicht stehen lassen. „Natürlich hatten wir Verschleiß, aber der war im Rahmen. Sicherheitsbedenken? Das ist lachhaft!“ Auch Vettel betont auf ABMS-Nachfrage: „Wir hatten kein Sicherheitsproblem.“

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