Sein Heck kennt mittlerweile die ganze Formel 1. Aber nicht wie im Fall von Dauersieger Max Verstappen durchs Hinterherfahren, sondern durch viele freizügige Bilder: Jetzt hat Alfa-Romeo-Pilot Valtteri Bottas für den guten Zweck sogar einen eigenen Nackedei-Kalender rausgebracht - und der ist offenbar der Renner:
"Man kann den Kalender ab jetzt auf www.bottass.com kaufen", lacht Bottas im Gespräch mit AUTO BILD über das gelungene Wortspiel und verrät: "Zu Beginn haben wir nur 10.000 Stück gedruckt, aber jetzt mussten wir noch mehr nachbestellen."
Doch wie kam der Finne überhaupt auf die verrückte Idee? Los ging alles vor gut anderthalb Jahren mit einem Foto auf Social Media, das viral ging: der nackte Bottas in einem Bach. "Als ich letztes Jahr das eine Bild veröffentlich habe, war das ziemlich populär und hat dann auch bisschen Geld eingebracht für den guten Zweck", erinnert sich Bottas.
"Der Fotograf Paul Ripke ist ein guter Freund, wir machen öfter was zusammen. So haben wir dann gescherzt: 'Stell dir nur vor, es wäre ein ganzer Kalender voll.' Dann kam der November, und damit der Movember-Monat näher, und wir haben gedacht, es wäre wirklich eine gute Sache. Also haben wir entschieden, es für den guten Zweck zu machen."
Ein Formel-1-Pilot zieht blank: Valtteri Bottas veröffentlicht einen ganzen Nacktkalender.
Bild: BottAss/P. Ripke

Allein: Trotz einer Vielzahl an positiven Reaktionen geriet Bottas in einem ganz speziellen Fall kurz in Erklärungsnot. "Ich habe eine Nachricht von meiner Mutter bekommen: "Valtteri, was ist das?" Sie versteht nicht so gut Englisch, war dann ziemlich verunsichert und auch sehr beschützend - im Sinne von: "Bist du dir sicher, dass du diesen Weg einschlagen möchtest?", lacht der Finne herzhaft über die Anekdote.
Bottas: "Ich habe ihr dann erklärt, dass es für den guten Zweck ist und damit war alles gut. Es gab schon auch ein paar andere Leute, die mich gefragt haben: 'Warum machst du das? Warum zeigst du deinen Arsch?' Aber mit den Wohltätigkeitsaspekt verstehen es die meisten." Und kaufen dann nicht selten auch umgehend ein: Für 19,99 Euro plus Versandkosten kann man den Kalender bestellen. Egal, ob als perfektes Weihnachtsgeschenk für F1-Fans oder Gag für die Arbeitskollegen, Anlässe gibt es offenbar genug – denn in nur wenigen Tagen kamen bereits 50.000 Euro zusammen.
"Das Ziel sind 100.000, das Meiste davon geht in die Prostata-Krebsforschung, auf die sich die Movember-Bewegung fokussiert", sagt Bottas, der sich natürlich auch den entsprechenden Movember-Schnauzer stehen lassen hat – und seine Motivation dafür erklärt: "Ich kenne einige Leute, die in ihrem nächsten Umfeld Menschen haben, die damit zu kämpfen hatten. Ganz allgemein ist Männergesundheit eine Sache, bei der viele Leute immer noch Angst haben darüber zu sprechen. Deswegen habe ich mich komplett frei gemacht und blankgezogen, um ein Vorbild zu sein und zu zeigen, dass man sich wegen des menschlichen Körpers nicht schämen muss."
Außerdem, sagt Bottas: "Wir hatten so viel Spaß beim Aufnehmen dieser Bilder, das kann man sich wahrscheinlich vorstellen. Wir haben danach dann sogar noch eine Ausstellung damit veranstaltet und die Leute, die dazu eingeladen waren, hatten keine Ahnung was sie erwartet", grinst der Finne: "Sie waren so verwirrt, als wir angefangen haben all die Drucke zu zeigen, Stück für Stück - nach dem Motto: 'Was passiert hier bitte?' Irgendwann ist der Groschen dann gefallen und alle konnten darüber lachen."