Bei den Testfahrten fuhr der neue Alfa Romeo C42 noch im Tarnkleid – am Sonntag hat das Team nun auch das neue Design des Italo-Schweizer Renners vorgestellt. Offenbar waren vorher noch nicht alle Sponsor-Verträge unter Dach und Fach.
Auf den ersten Blick fällt die neue Lackierung auf. Die traditionellen Alfa Romeo-Farben Rot und Weiß sind geblieben, werden aber anders auf dem Auto verteilt. An der Rückseite des Heckflügels prangt die italienische Flagge, darin der Firmenname von Alfa Romeo in klassischen Lettern. Selbst die Felgenabdeckungen sind in Rot-weiß lackiert.
Als letztes Formel-1-Team hat Alfa Romeo das neue Auto gezeigt.

Spannender sind natürlich die Technikdetails. Aus der Vogelperspektive fallen die großen Kühlschlitze in den Seitenkästen auf. Auch die Airbox ist zweigeteilt und hat damit eine eher ungewöhnliche Form. Zudem soll der Alfa Romeo das kürzeste Auto im Feld sein (maximaler Radstand 3600 mm) und so Gewicht sparen. Das Mindestgewicht liegt 2022 bei 795 Kilogramm.
Hinterradaufhängung und Getriebegehäuse baute das ehemalige Sauber-Team erstmals selbst. Bislang hatte man da immer auf den Bauchladen von Ferrari zurückgegriffen.
Allein: Bei den Testfahrten lief es noch nicht rund. Neben Haas war Alfa Romeo das Team, das am meisten unter dem Phänomen des „Porpoisings“ litt, wobei die Rennwagen aufgrund des Groundeffects bei Highspeed wie die Hasen hoppeln.
Alfa Romeo spulte lediglich 818 Kilometer ab. Nur Haas war noch schlechter. „Wir sind noch früh in der Entwicklung. Das macht mir keine großen Sorgen“, hat Neuzugang  Valtteri Bottas noch die Ruhe weg. „Natürlich haben wir noch Arbeit vor der Brust. Aber ich sehe ein großes Potenzial in diesem Auto.“

Von

Bianca Garloff