Formel 1: Alonso zurück zu Ferrari?
Vettel lässt Ferrari zappeln

Auftakt in die Silly Season der Formel 1: Vettel wird weiter mit Mercedes in Verbindung gebracht - wird sein Ferrari-Vorgänger dann etwa Nachfolger?
Bild: Getty Images
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Immer wenn Ferrari-Superstar Sebastian Vettel (29) nicht lügen will, ohne zu viel zu verraten, weicht er auf seine Muttersprache hessisch aus. "Mit ihm nett", (hochdeutsch: mit ihm nicht) entgegnete lächelnd dem ABMS-Reporter. Der hatte ihm vorher erzählt, dass Mercedes-F1-Boss Niki Lauda den Gerüchten Nahrung gab, Vettel könnte nächstes Jahr zu Mercedes wechseln. Er (Vettel) hätte schon eine Art Vorvertrag mit den Stuttgartern, habe Lauda engen Freunden anvertraut.
Gerüchte kochen hoch: Vettel schon einig mit Mercedes?

Vettel und Alonso in der PK am Donnerstag in Spanien
Dazu kommt, wie ein Lauda-naher Insider erklärt: "Hamilton ist eine tickende Zeitbombe. Am Ende hört der einfach auf und Mercedes steht ohne Superstar da. Mercedes muss sich nach allen Fronten absichern."
Fest steht auch: Vettel kann nichts Besseres passieren als solche Gerüchte. So kann er Ferrari-Präsident Sergio Marchionne die Pistole auf die Brust setzen und seine Bedingungen stellen. Der Hesse, so weiß ABMS, war schon in jungen Jahren mit BMW ein knallharter Verhandler. Marchionne hatte Vettel 2016 kritisiert und ein Engagement über den Ablauf des 2017 endenden Vertrages sogar in Frage gestellt. Das hat der Deutsche ihm ganz sicher nicht vergessen.

Wo unterschreibt Fernando Alonso als nächstes?
Sollte Vettel zu Mercedes wechseln, stünde Ferrari derzeit offenbar nicht ganz ohne Alternative da. Formel-1-Insider halten in dem Fall mit einer Rückkehr von Fernando Alonso zu den Roten für möglich. Auch der Spanier selbst befeuert entsprechende Gerüchte. "Ich werde mir nach dem Sommer Gedanken machen", sagt er. "Die neue Formel 1 mit breiteren Reifen und Autos ist wieder ganz nach meinem Geschmack. Aber ich will endlich wieder siegen. Deshalb bin ich nach allen Seiten hin offen."
Das Dream-Team Vettel-Alonso ist dagegen eher unwahrscheinlich. Zwischen den Zeilen macht Vettel klar, dass das für ihn nicht wirklich eine Option ist. "Ich bin bereit gegen jeden zu fahren, der mein Teamkollege wird. Aber noch einmal: Ich bin happy, wie das Team aufgestellt ist und konzentriere mich auf dieses Jahr."
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