Formel 1: Arrivabene räumt Fehler ein
Ferrari verzockt sich in Kanada

Schlechte Stimmung bei Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene, Kritik von Experte Johnny Herbert: Nur Sebastian Vettels Laune ist bei Ferrari in Kanada gut.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Wieder nichts mit dem ersten Saisonsieg für Ferrari: Dabei hatte Sebastian Vettel nach einem Raketenstart in Kanada am Sonntag alle Trümpfe in der Hand. Am Ende vergab sein Team die große Chance auf den Sieg in Montreal. „Wir haben den Reifenverschleiß heute überschätzt. Deswegen haben wir Sebastian reingerufen. Das war die falsche Entscheidung“, räumte Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene nach dem Rennen mit Blick auf die rennentscheidende Szene ein.

Rang zwei in Montreal für Ferrari-Star Sebastian Vettel
Besonders harte Kritik gab es von Ex-Pilot und Sky-Experte Johnny Herbert: „Freitag noch hatten alle Autos hier viel Graining auf den Reifen. Heute aber ist das nicht passiert. Der Grund dafür ist ganz einfach: Auf diesem Straßenkurs legt der Gummiabrieb und damit auch der Grip im Verlauf des Wochenendes besonders zu, die Strecke wird dann deutlich schneller.“ Herbert: „Das ist schon seit vielen Jahren so, eigentlich seit wir mit der Formel 1 hierher kommen. Am Sonntag ist der Reifenverschleiß hier immer geringer. Da hätte Ferrari einfach mal in die Geschichtsbücher schauen sollen!“

Besonders in der Zielkurve hatte Vettel viele Probleme
Vor diesem Hintergrund konnte Vettel seinem Team auch die Strategie-Panne leicht verzeihen. „Im Nachhinein ist es immer einfach, zu sagen, man hätte dies und das anders machen können. Wir haben gute Leute im Team, denen vertraue ich“, sagte der Heppenheimer, für den es nicht nur an der falschen Reifentaktik lag, dass es am Sonntag nicht für den Sieg reichte. „Es war sehr windig heute, auch das hat uns nicht geholfen – vor allem mit dem Rückenwind in der letzten Kurve.“

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