Formel 1: Audis F1‑Team wird in Bahrain spürbar reifer
Audi drückt beim F1‑Projekt aufs Tempo – und wird stabiler

Audi macht Fortschritte beim Formel-1-Einstieg. Teamchef Jonathan Wheatley sieht Fortschritte bei Kinderkrankheiten.
Bild: Audi
Audi arbeitet weiter im Eiltempo am Formel-1-Einstieg. Nach einem noch holprigen Shakedown in Barcelona zeigte der erste große Wintertest in Bahrain: Das Projekt stabilisiert sich. Parallel reden die Verantwortlichen immer mehr Klartext:
„Im Moment sind wir noch ein Stück von dem entfernt, wo wir idealerweise sein möchten“, sagt Teamchef Jonathan Wheatley offen. Gleichzeitig hebt er den bisherigen Fortschritt hervor: „Wir sind das erste Team, das diese neue Generation von Formel-1-Autos auf die Strecke gebracht hat. Jeder hier weiß, was es bedeutet, bestimmte Fristen einzuhalten, um so weit zu kommen. Das zeigt auch den Ehrgeiz innerhalb des Teams.“
Besonders positiv sei die Entwicklung rund um den neuen Antriebsstrang: „Wir haben hier einen brandneuen Antriebsstrang dabei. Damit die Laufleistung zu erzielen, die wir in der vergangenen Woche erzielt haben, ist äußerst ermutigend.“
Audi-Teamchef: „Gremlins mit dem Hammer“
Allein: Die Kinderkrankheiten sind noch nicht komplett verschwunden. „Ich denke, die Gremlins sind noch da“, räumt Wheatley ein, hat aber direkt eine verbale Kampfansage parat: „Aber wir treffen sie inzwischen mit dem Hammer.“ Vor allem die Abläufe an der Strecke wirkten beim ersten Auftritt noch rund, hätten sich aber deutlich verbessert. Wheatley: „In Barcelona sahen unsere Abläufe noch etwas klobig aus, aber es fügt sich immer mehr zusammen.“

Audi macht Fortschritte beim Formel-1-Einstieg.
Bild: Audi
Dennoch bleibt die Aufgabenliste lang. „Man streicht viele Punkte, fügt aber zehn neue hinzu, weil der Ehrgeiz so groß ist und man immer kleinere Details sucht“, so Wheatley. „Die Aufgabenliste wird nie vollständig abgehakt.“
Schumacher nimmt Audi in Schutz
Auch im Cockpit läuft die Lernphase: „Wir lernen jedes Mal dazu, wenn wir auf die Strecke gehen“, betont Gabriel Bortoleto. Insgesamt spricht Audi von einer „ambitionierten Reise“. Problemfreie Kilometer zählen aktuell mehr als Schlagzeilenzeiten.
Entsprechend nimmt Ralf Schumacher Audi bei Sky auch in Schutz: „Man sollte Audi medial gerade aus deutscher Sicht ein bisschen Luft geben. Ich bin froh, dass das Auto jetzt einen Schritt gegangen ist."
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