Auf diesen Moment hat Lucas Auer lange gewartet. Am Dienstag durfte der Neffe von Gerhard Berger auf den Spuren seines berühmten Onkels wandeln und Formel 1 fahren! Beim Young-Driver-Test in Budapest absolvierte der Mercedes-DTM-Pilot die Nachmittagssession für Force India.
Force India
Los geht's: Auers erste Kilometer im Formel-1-Auto
„Unglaublich! So viel Speed, so spät auf der Bremse! Und dann die Geschwindigkeiten in den schnellen Kurven. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schnell man in diesen Autos fahren kann! Es war eine wahnsinnige Erfahrung und nur schwer zu beschreiben“, schwärmt Auer nach seinen ersten Kilometern im Gespräch mit ABMS. 2,8 Sekunden fehlten ihm als Neuntem von zwölf Fahrern auf die Bestzeit. Doch für den Mercedes-DTM-Piloten stand am Dienstag etwas anderes im Vordergrund: „Ich wollte einfach so viele Runden sammeln wie möglich. Und das Auto gleich kaputtzumachen, war natürlich auch nicht der Plan.“
Auer behielt den Force India unter Kontrolle: „Es war auf jeden Fall ein Vergnügen. Ich habe, wie ich es mir vorgenommen hatte, jede Runde genossen!“ Nur ganz am Anfang tat sich der Österreicher etwas schwer: „Die ersten zwei Runden waren die härtesten. Mir ist die Luft weggeblieben. Man pusht und dann bin ich draufgekommen: Du musst irgendwie mal atmen! Das wäre nicht so schlecht“, lacht Auer. „Sobald ich das realisiert habe und locker gelassen habe, ist es einfacher geworden. Geschwitzt habe ich aber trotzdem ohne Ende bei diesen Temperaturen.“

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Auf seine physische Vorbereitung war Auer trotzdem „ein bisschen stolz“. „Ich habe im Training hart gepusht mit dem Nacken. Deswegen ging es eigentlich.“ Trotzdem sei die Formel 1 „eine ganz andere Welt“. Auer: „Du kannst das Auto mit nichts vergleichen. Der Unterschied zur DTM ist brutal. Du kommst viel schneller an und bremst noch mal 30 Meter später.“
Auer
Stolz wie Oskar: Lucas Auer am Dienstag in Ungarn
Der DTM-Titelkandidat weiter: „Gewöhnungsbedürftig sind vor allem die Highspeed-Kurven. Das ist der größte Schritt von der DTM zur Formel 1. Da habe ich relativ viel ändern müssen.“ Insgesamt war Auer aber zufrieden mit seiner Leistung. „Zweimal habe ich den falschen Knopf gedrückt, aber ansonsten lief alles glatt. Ich hatte mich gut vorbereit, das Lenkrad in und auswendig gelernt.“
Auer: „Wir konnten den Runplan für den Nachmittag heute gut durchspulen. Aber ich hatte auch ein bisschen Zeit für mich. Morgen will ich den nächsten Schritt machen.“ Am Mittwoch darf der Österreicher noch einmal einen halben Tag ran - dann am Vormittag. Auer: „Ich freue mich schon riesig!“