Formel 1: Bilder vom Singapur GP

Formel 1: Bluff um Ferrari-Kamera

Wovon lenkt Ferrari ab?

Rätselraten im Fahrerlager: Ferrari findet immer neue Wege, den Blickwinkel der eigenen Cockpitkamera einzuschränken. Wozu das Versteckspiel?
Rätselraten in der Formel 1! Im Mittelpunkt: Ferraris Cockpit-Kamera und ein Versteckspiel rund um den Blickwinkel nach unten. In Singapur überraschten die Roten mit einem Airbox-Lüfter, der die Linse verdeckt. Allerdings nur so, dass sie das Lenkrad nicht einfangen kann. Der Blick nach vorn ist möglich. Die Konkurrenz rätselt weiter, was genau Ferrari damit verbergen will.
Formel-1-Sportchef Ross Brawn hat eine ganz andere Theorie. Zu AUTO BILD MOTORSPORT sagt er: „Wir glauben, das ist ein trojanisches Pferd. Ferrari will die ganze Aufmerksamkeit auf die Kamera richten und damit von etwas ganz anderes ablenken.“

Ross Brawn hat eine Theorie zur Ferrari-Kamera

Die Story in der Chronologie: In Kanada tauchte die Scuderia erstmals mit einem Beutel auf der Kamera auf (s. oben). Zur Kühlung des hochsensiblen Teils, hieß es damals. Angeblich auf Anraten der FOM. Komisch aber, dass genau die die FIA dazu brachte, den Beutel ab Monza zu verbieten. Ferrari reagierte in der Startaufstellung mit einem Schirm im Cockpit. Jetzt der Ventilator.
Techniker und Journalisten spekulieren: Ferrari will damit den Blick aufs Dashbord des Lenkrads in der Startphase des Motors unterbinden. Die Kamera läuft ab dem Moment, wenn das Auto unter Strom steht, könnte also gewisse Zahlen einfangen.
Gut möglich aber auch, dass sich die Italiener über solche Spekulationen kaputtlachen. Und dass Ross Brawn Recht hat. Fakt ist: Das Versteckspiel geht weiter.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance / Sky Sports F1

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