Eigentlich ist die Bilanz eindeutig: Lewis Hamilton stand 2017 elf Mal auf Pole, WM-Rivale Sebastian Vettel nur vier Mal. Und doch kommt Hamilton nur auf eine durchschnittliche Startposition von 3,4, Vettel aber auf 3,3! Der beste Qualifyer 2017 war aber ein anderer: Valtteri Bottas (3,0). Bottas und Landsmann Kimi Räikkönen sind auch die einzigen beiden Fahrer, die in allen 20 Rennen das dritte Qualisegment erreichten.
Bottas
Hamilton patzte im Quali zu oft
Bei diesen Zahlen sind die Rückversetzungen in der Startaufstellung aufgrund von Strafen, Motoren- oder Getriebewechsel noch gar nicht berücksichtigt. Die Zahlen spiegeln allein das Qualifikationsergebnis wieder. Es zeigt, dass Hamilton oft zwar schneller war als Bottas und Vettel, aber eben auch inkonstanter. Nach seinem Quali-Crash in Brasilien war er nur auf Rang 20 zu finden, in Monaco schied er schon in Q2 als 14. aus. Solche Patzer schlagen in den Zahlen deutlich zu Buche.
Bezieht man auch die Strafversetzungen ein, so würde Vettel sogar die beste durchschnittliche Startposition haben: Der Heppenheimer kommt dann im Schnitt auf Platz 3,15, gefolgt von Bottas (3,35) und Lewis Hamilton (3,6).
Im Teamkollegen-Vergleich lieferte Nico Hülkenberg die beste Qualifying-Performance ab: 18 Mal schlug er seine Teamkollegen (Jolyon Palmer, Carlos Sainz), nur zwei Mal zog er den Kürzeren. Im Schnitt war er im Quali sogar um 0,703 Sekunden schneller! Auch Felipe Massa war klar schneller als Lance Stroll – durchschnittlich um 0,702 Sekunden!
Das durchschnittliche Quali-Ergebnis 2017
1. Valtteri Bottas (3,0)
2. Sebastian Vettel (3,3)
3. Lewis Hamilton (3,4)
4. Kimi Räikkönen (3,8)
5. Max Verstappen (5,4)
6. Daniel Ricciardo (6,0)
7. Jenson Button (9,0)
8. Sergio Pérez (9,3)
9. Nico Hülkenberg (9,6)
10. Esteban Ocon (10,2)
11. Felipe Massa (10,7)
12. Carlos Sainz (11,4)
13. Fernando Alonso (11,5)
14. Daniil Kvyat (12,7)
15. Stoffel Vandoorne (13,5)
16. Romain Grosjean (13,9)
17. Jolyon Palmer (14,7)
18. Lance Stroll (14,9)
19. Kevin Magnussen (15,4)
20. Antonio Giovinazzi (15,5)
21. Brendon Hartley (17,0)
22. Pierre Gasly (17,2)
23. Pascal Wehrlein (17,9)
24. Marcus Ericsson (18,2)
25. Paul di Resta (19,0)