Formel 1: Bottas und Verstappen fliegen ab
Crash-Festival zum Spielberg-Auftakt

Valtteri Bottas und Max Verstappen zerstören ihre Autos, Sebastian Vettel kommt mit dem Schrecken davon. Bestzeit für Charles Leclerc. Alle Infos:
- Frederik Hackbarth
Ferrari-Pilot Charles Leclerc erzielt am Freitag in Spielberg die Bestzeit, der große Gewinner des Tages ist aber trotzdem Lewis Hamilton: Der WM-Leader nimmt dem Ferrari im Longrun fast eine Sekunde pro Runde ab - überdies legt Hamiltons schärfster Verfolger in der WM, Teamkollege Valtteri Bottas, einen Crash hin und verliert wertvolle Trainingszeit.
Der Finne kommt nach einem Quersteher von der Strecke ab, rumpelt durchs Kiesbett und schlägt hart in die Begrenzung ein. Die Frontpartie des Mercedes wird dabei komplett zerstört. Weil beim Aufprall 25g gemessen werden, muss Bottas sogar zum Check ins Streckenkrankenhaus.
Kurze Zeit später gibt er aber Entwarnung: „Es ist alles okay. Ich habe in Kurve fünf plötzlich das Heck verloren, das kam sehr unerwartet. Ich habe noch versucht, zu reagieren, aber es war zu spät.“ Als Ursache für den Abflug vermutet Bottas: „Es war ziemlich windig. Die Strecke bestraft einen hier dann eiskalt. Sowas kann leider passieren.“

Auch Max Verstappen versenkt sein Auto in der Bande
Eine exakte Kopie von Verstappens Abflug legt etwas später Sebastian Vettel hin. Mit dem Unterschied, dass der Deutsche einen Einschlag gerade noch so verhindern kann. Zwar ruiniert sich Vettel dabei seinen Reifensatz, schleicht anschließend zurück zur Box, kann aber weiter am Training teilnehmen.
Am Ende wird der Ferrari-Star eine Position vor Verstappen Achter, liegt dabei knappe acht Zehntel hinter der Bestzeit von Teamkollege Leclerc. Bottas reiht sich trotz seines frühen Abflugs mit 0,331 Sekunden Rückstand als Zweiter ein vor Pierre Gasly im zweiten Red Bull.
Während die Konkurrenten von der Strecke kreiseln, geht Lewis Hamilton auf Nummer sicher, lässt es bewusst etwas ruhiger angehen. Aber: Auf dem Longrun zeigt der Mercedes-Star seine wahre Stärke. Über zehn Runden auf weichen Reifen kommt Hamilton im Schnitt auf 1:08,4-er Zeiten. Zum Vergleich: Leclerc spult über die gleiche Distanz 1:09,3-er Zeiten ab.
Hinzu kommt: Auch auf harten Reifen ist Hamilton nur unerheblich langsamer, brennt über neun Umläufe konstante 1:09,er Zeiten in den Asphalt. Der Reifenverschleiß auf der Alpenachterbahn von Spielberg ist allgemein eher gering, es wird ein Ein-Stopp-Rennen erwartet.
Zwar soll es am Wochenende noch heißer werden - da Mercedes aber ohnehin am besten mit den aktuellen Pirelli-Pneus umgeht, dürfte das eher für zusätzliche Probleme bei der Konkurrenz sorgen.
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