Max Verstappen rast im Red Bull durch die USA

Formel 1: Button lobt Verstappen

„Max ist wie Senna und Schumacher“

Ex-Formel-1-Champion Jenson Button vergleicht Max Verstappen mit den größten Fahrern der Geschichte
Max Verstappen (22) reiht sich ein in die Riege der Kannibalen. Der Rennfahrer also, die so überlegen sind, dass sie ihre Teamkollegen geradewegs auffressen und mindestens ihren Ruf, manchmal auch ihre Karriere zerstören.
Laut Ex-Weltmeister Jenson Button (Champion von 2009) gab es vor dem „Wunderkind“ aus den Niederlanden nur zwei Kannibalen in der Geschichte der Formel 1. Button: „Max erinnert mich stark an Ayrton Senna und Michael Schumacher. Er zerstört seine Stallgefährten förmlich.“
Hintergrund: Der legendäre Brasilianer schickte mit Johnny Dumfries, Johnny Cecotto und Michael Andretti gleich drei Fahrer in Rente und sorgte dafür, dass profilierte Fahrer wie der Italiener Elio de Angelis und Alain Prost zu anderen Teams flüchteten.
Nur der Österreicher Gerhard Berger war als Teamkollege bei McLaren in der Lage, auf Augenhöhe mit Senna zu fahren, der beim GP von San Marino 1994 in seinem Williams ums Leben kam. Besiegen konnte aber auch der talentierte Österreicher ihn nicht.

Max Verstappen (22) reiht sich ein in die Riege der Kannibalen.

Michael Schumacher schickte die etablierten Stars Nelson Piquet und Riccardo Patrese bei Benetton in Rente und düpierte bei Ferrari seine Teamkollegen Eddie Irvine und Rubens Barrichello so sehr, dass sie in der allgemeinen Wahrnehmung mehr den Status eines Sklaven hatten als den eines Teamkollegen.
Verstappen schickte bei Red Bull den Russen Daniil Kvyat in die Verbannung als Simulator-Pilot bei Ferrari, verdammte den Franzosen Pierre Gasly zur Degradierung ins Red-Bull-Juniorteam Toro Rosso und ist es jetzt auf dem besten Wege, den aktuellen Teampartner Alexander Albon zu zermürben. Der Thailänder wirkt völlig überfordert.
Allein: Button weiß, wie es ist, gegen einen starken Stallgefährten anzutreten: Er fuhr bei McLaren an der Seite der mehrfachen Weltmeister Lewis Hamilton und Fernando Alonso. Trotzdem schwärmt er nun von Verstappen: „Ich kann mich nicht erinnern, wann ein Pilot seinen Teamkollegen so dominiert hat. Max macht einen außergewöhnlichen Job. Ich würde ihn sehr gerne in einem direkten Duell um den Titel erleben. Das wäre für alle ein Leckerbissen."
Dennoch bedauert der 40jährige Engländer, dass Verstappen nicht mehr Gegenwind hat. „Ohne einen Stallgefährten auf Augenhöhe ist er ein wenig auf sich gestellt. Fortschritte lassen sich leichter erreichen, wenn zwei gleichwertige Piloten das Team antreiben. Wenn aber ein Teamkollege im Schnitt um eine halbe Sekunde pro Runde hinten liegt, dann hat dessen Wort bei der Abstimmung des Autos weniger Gewicht. Das macht die ganze Aufgabe schwieriger."
Button ist deshalb überzeugt: „Ich vermute, Verstappen schielt zu Mercedes und ist frustriert. Er braucht einen schnelleren Wagen, um die Mercedes wirklich herauszufordern.“ Und einen besseren Teamkollegen. Einen wie Sebastian Vettel, der zufällig gerade zu haben wäre.
Was aber auch auffällt: Seriensieger und Superstar Lewis Hamilton fällt laut Button nicht unter die Kategorie der Kannibalen. Wie auch. Er ist ja bekennender Vegetarier.

Max Verstappen rast im Red Bull durch die USA

Autor: Ralf Bach

Fotos: Red Bull Content Pool

Stichworte:

F1 Red Bull

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