Formel 1: Carey über F1-Land Deutschland
TV-Verhandlungen nicht öffentlich

F1-Chef Chase Carey gibt Entwarnung: Deutschland spielt in den Plänen von Liberty Media weiter eine zentrale Rolle - beim Rennkalender und im TV.
Bild: Picture-Alliance
- Frederik Hackbarth
Die Sorgen der deutschen Formel-1-Fans haben in den vergangenen Jahren zugenommen: Der Deutschland GP fand zuletzt nur noch alle zwei Jahre statt, fehlte auch dieses Jahr wieder ganz im Rennkalender. Die Übertragungsrechte der Königsklasse für die Zeit nach 2017 sind noch nicht vergeben. Ein Szenario, wie in vielen anderen europäischen Ländern, bei dem die Formel 1 ganz oder zumindest teilweise im Pay-TV verschwindet, ist nicht mehr ausgeschlossen.

Schwarz-Rot-Gold bleibt wichtig für die Formel 1
Zuletzt war die Formel 1 2016 auf dem Hockenheimring unterwegs, wo sie auch 2018 wieder fahren soll - der Nürburgring war in den vergangenen Jahren wegen der hohen Kosten von der Austragung von Formel-1-Rennen abgerückt. Dass die Königsklasse Deutschland wegen der Schwierigkeiten ganz den Rücken kehren könnte, glaubt Carey nicht. „Das Fundament des Sports liegt in Westeuropa. Deutschland ist das größte und wohlhabendste Land in Westeuropa“, so Carey, der auch zu bedenken gibt: „Unser aktueller Weltmeister ist deutsch, genauso wie unser Konstrukteursweltmeister.“

RTL hat nur noch 2017 einen Vertrag fürs Free-TV
Das beste Beweis dafür war am Donnerstag die überraschende Bekanntgabe, dass die Formel 1 in den USA ab kommender Saison von den TV-Stationen ESPN und ABC übertragen wird. Zuvor hatte NBC die Rechte gehalten. In Deutschland läuft der Vertrag von RTL und Sky Ende des Jahres aus.
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