Motorsport: So steht es um die verschiedenen Rennserien

Formel 1: Coronakrise

Formel 1 bricht sämtliche Rekorde

Mit den Rennabsagen in der Formel 1 hat die Königsklasse des Motorsports schon jetzt einige Rekorde gebrochen. Wir haben die verrückten Statistiken zur Krise.
Die Formel-1-Pause geht in die Verlängerung. In frühestens 81 Tagen geht es los, wenn nicht auch der Kanada-GP abgesagt oder verschoben wird – was leider sehr wahrscheinlich ist. Das heißt: Die Fans müssen jetzt noch länger warten als zwischen dem Finale in Abu Dhabi 2019 und dem ersten Formel-1-Test im Februar in Barcelona. Da lagen gerade mal 78 Tage dazwischen.
So soll es mit der Formel 1 weitergehen: hier klicken
Das Coronavirus wirbelt den Formel-1-Kalender durcheinander. Es werden jetzt Rekorde gebrochen, die eigentlich schon Jahrzehnte lang als unantastbar galten.
Vorausgesetzt es geht in Kanada wirklich los, dann hat die Formel 1 eine Pause von 196 Tage hinter sich. Nur fünf Mal ruhten die Formel-1-Motoren noch länger, das letzte Mal allerdings schon vor 54 Jahren. Von Mexiko 1965 bis Monaco 1966 vergingen 210 Tage ohne Grand Prix. Damals wurde vor der Saison 1966 die neue Dreiliter-Formel eingeführt, was die Teams vor eine große Herausforderung stellte. Solche Motoren mit einem – für damalige Verhältnisse – großen Hubraum gab es kaum auf dem Markt. Für viele Teams kam also selbst dieses Auftaktrennen schon viel zu früh. Sollte auch der Kanada-GP 2020 ausfallen und erst am 28. Juni in Frankreich gefahren werden, dann wird diese Pause von 210 Tagen egalisiert.

Abu Dhabi 2019 war das bisher letzte Formel-1-Rennen

Zwei Pausen dauerten sogar noch länger: Von Italien 1950 bis Schweiz 1951 vergingen 266 Tage. Damals bestand eine WM aus weniger als zehn Rennen. Dieser Rekord würde fallen, wenn die Formel-1-Saison erst mit dem Belgien-GP am 24. August losgehen würde. Das wäre 269 Tage nach dem Finale 2019 in Abu Dhabi. Vom USA-GP 1961 bis zum Holland-GP 1962 vergingen 224 Tage. Diese Marke wäre übertroffen, wenn es am 19. Juli in Silverstone losgehen würde. Aber der britische Automobilclub hat bereits alle Rennen bis in den Juli abgesagt. Selbst dieses Rennen ist also eher unwahrscheinlich.
Derzeit besteht der Formel-1-Kalender nur noch aus 14 WM-Rennen. Eigentlich sollte es mit 22 Grands Prix die längste Saison aller Zeiten werden – von der Anzahl der Events zumindest. 14 Rennen gab es zuletzt 1980. Formel-1-Boss Chase Carey will aber möglichst viele bisher ausgefallene Rennen nachholen und rechnet mit 15 bis 18 Rennen. 15 Grands Prix wurden zuletzt 1983 ausgetragen und selbst 18 Rennen würden die kürzeste Saison seit 2009 (17 Rennen) bedeuten.
Egal wann die Saison startet: Es wird der späteste Saisonauftakt aller Zeiten. Diesen Rekord hielt bisher der Schweiz-GP 1951 auf der ultraschnellen Bremgarten-Rennstrecke, wo es am 27. Mai los ging.
Zur Diskussion steht inzwischen schon, die Saison über das Finale in Abu Dhabi Ende November zu verlängern. Der späteste Zeitpunkt des Finales war bisher der 29. Dezember 1962 mit dem Südafrika-GP. Der Rekord kann nur geschlagen werden, wenn die Saison bis ins Jahr 2021 gestreckt wird – was nicht ausgeschlossen ist. So etwas gab es noch nie, sehr wohl aber jahresübergreifende Rennen: 1965 und 1968 fand das Qualifying zum Südafrika-GP an Silvester des Vorjahres statt, gefahren wurde dann am Neujahrestag. Damals zählte das Rennen aber schon zur neuen Saison.
Fix ist außerdem jetzt schon, dass 2020 erstmals seit 1954 kein Monaco-GP stattfindet. Damit ist jetzt Monza das Rennen, das am längsten im Kalender ist. Seit 1981 wird der Italien-GP ununterbrochen in Monza ausgefahren.
In der Bildergalerie sehen Sie, wie es mit den einzelnen Rennserien jetzt weitergehen soll.

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Fotos: Picture Alliance; Hersteller

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