Formel 1

Formel 1: Die besten Fotos vom Österreich GP in Spielberg 2020

Formel 1: Defekte in Österreich

Wie kam es zu den Massenausfällen?

Nur elf Fahrer kamen beim Formel-1-Saisonauftakt in Österreich ins Ziel. Es traten erstaunlich viele Defekte auf. Was war los?
So etwas hat die Formel 1 schon über fünf Jahre nicht mehr erlebt: Nur elf Fahrer kamen beim Österreich-GP ins Ziel. Dabei gab es keine Unfälle, kein Regenchaos, keinen Massencrash am Start. Stattdessen streikte die Technik bei diversen Autos.
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In Monaco kamen 1996 nur drei Autos ins Ziel

Gewiss: Mit neun Ausfällen schafft es der Österreich-GP nicht ansatzweise unter die ausfallreichsten Rennen der Formel-1-Geschichte. Den Monaco-GP 1996 konnten nur drei Autos beenden, beim Monaco-GP 1966 waren es vier. Bei 14 weiteren WM-Rennen kamen nur fünf Formel-1-Flitzer ins Ziel.
Aber im Vergleich zu den letzten Jahren sind die Massenausfälle von Österreich schon erstaunlich. Die gesamte Saison 2019 über kam es nur zu 46 Ausfällen (2,2 pro Rennen) – so gut war die Zuverlässigkeit zuvor noch nie. Ist ja auch kein Wunder: Die Regeln blieben 2019 stabil, die Motortechnik ist seit 2014 im Einsatz und daher ausgereift. Aber das gilt auch für 2020. Trotzdem traten reihenweise Defekte auf. Warum?
Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg weiß: "In Spielberg sind die Randsteine ein Problem. Die Vibrationen belasten die Technik." Dabei wurden viele Randsteine vor dem Rennwochenende abgeflacht – die Teams fürchteten bei acht Rennen in zehn Wochen, dass sie mit der Produktion von Ersatzteilen nicht hinterherkommen würden.

Red Bull rätselt über Defekte

Viele Teamchefs rätseln immer noch über die Gründe der Ausfälle. Bei Red Bull sind Max Verstappen und Alex Albon ausgeschieden, weil plötzlich der Vortrieb fehlte. Bei Verstappen schon nach elf Runden. Wahrscheinlich sind die Probleme auf die Elektronik zurückzuführen, aber Honda zeigt sich noch ratlos. "Wir werden alle Daten analysieren und versuchen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, damit wir im zweiten Rennen zuverlässiger sind", beschwichtigt Honda-Technikchef Toyoharu Tanabe.

Lance Stroll schied mit Motorproblemen aus

Auch Mercedes hatte Probleme. Teamchef Toto Wolff fürchtete bei beiden Autos einen Getriebeschaden. Bei den Kundenteams trat jeweils ein Problem im Motorumfeld auf. George Russell blieb mit fehlendem Benzindruck liegen, Lance Stroll verlor immer mehr Leistung. Racing-Point-Teamchef Ottmar Szafnauer: "Wir haben das Auto vorsichtshalber aus dem Rennen genommen, um den Antrieb zu schonen."

Haas-Ferrari ein gefährliches Auto?

Richtig bedenklich sind vor allem die Defekte bei Haas. Beide Fahrer drehten sich mit Bremsproblemen von der Strecke. Romain Grosjean schimpft: "Wir mussten schon vom Start weg auf die Bremsen aufpassen. Irgendwas stimmt da mit der Kühlung nicht." Ob Haas das Problem in nur einer Woche, wenn wieder auf derselben Strecke gefahren wird, lösen kann? Sauber und Minardi haben ihre Fahrzeuge schon mal von Grands Prix zurückgezogen, weil die Autos nicht sicher waren.
Gefährlich war auch die Situation, als Kimi Räikkönen das rechte Vorderrad seines Alfa Romeo-Ferrari verlor. Weil das Team das Rad nicht richtig befestigte, setzte es eine Strafe von 5000 Euro.

Formel 1: Die besten Fotos vom Österreich GP in Spielberg 2020

Fotos: F1 TV; Picture Alliance

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