Formel 1: Defektserie bei Mercedes
Benzindruck bereitet Sorgen

Lewis Hamilton und Nico Rosberg erlebten am Samtag kein reibungsloses Monaco-Qualifying. Auch Red Bull setzt den Silberpfeilen zunehmend zu.
Bild: Picture-Alliance
- ABMS
Das Pech des Lewis Hamilton geht weiter – einher mit den technischen Defekten am Silberpfeil. Auch wenn in Monte Carlo am Samstag beide Mercedes von Problemen mit dem Benzindruck heimgesucht wurden, traf es Hamilton härter. Nachdem er am Ende der Boxengasse stehengeblieben war und von seinen Mechanikern zurück in die Garage geschoben wurde, reichte es nur noch für den Weltmeister einen ernsthaften Versuch in Q3 – dieser brachte ihm Rang drei ein. „Ich hatte schon viele schlechte Jahre im Rennsport, dieses ist scheinbar wieder so eines“, sagte der Weltmeister in Bezug auf das Technik-Pech fast schon resignierend. „Es ist normal geworden“, fügte er ein paar Stunden nach dem Qualifying in der Teamunterkunft von Mercedes an, Erdbeeren essend und sichtlich niedergeschlagen.

Nico Rosberg musste sich mit P2 im Quali begnügen
Auch beim WM-Leader war das gleiche Problem wie bei Hamilton aufgetreten – allerdings war Rosberg zu dieser Zeit noch in der Box gestanden, was ein schnelles Beheben leichter machte. Problematischer als die Technik sah Rosberg folglich die Pace Red Bulls. „Es ist ein Fakt, dass sie schneller waren als wir. In Barcelona waren wir noch schneller als sie, aber hier in Monaco sind sie vorne – auch wenn dieser Kurs sehr speziell ist, weswegen langfristige Rückschlüsse daraus jetzt schwierig sind.“ Trotzdem will Rosberg am Sonntag „auf Sieg fahren“, betonte auf ABMS-Nachfrage aber zugleich: „Wir rechnen jetzt voll mit Red Bull. Gerade mit ihrem neuen Motor kommen die mit Vollgas, da müssen wir aufpassen.“

Toto Wolff in Monaco: Er nimmt sein Team in Schutz
„Wir bewegen uns am Limit, da ist klar, dass solche Dinge passieren können – aber wir müssen jetzt die Gründe dafür herausfinden, bevor es frustrierend wird.“ Sein Team nimmt der Österreicher aber in Schutz. „Dieses Team hat zwei Titel und sehr viele Rennen gewonnen, ich würde nicht mit jemand anders zusammenarbeiten wollen. Es sind die besten Jungs“, versicherte Wolff. „Wir haben gerade vielleicht eine harte Zeit. Aber man muss besonders in diesen Situationen zusammenstehen. Es ist eine unglückliche Häufung an Vorfällen, aber auf lange Sicht wird uns das stärker machen“, ist der Motorsportchef überzeugt.
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