Formel 1: Der neue Mercedes-AMG F1 W11 EQ Performance 2020

Formel 1: der neue Mercedes W11

Knackt Hamilton damit Schumis Rekord?

Weltmeister Mercedes hat am Freitag erstmals den neuen W11 der Öffentlichkeit präsentiert. Shakedown für den F1-Titelverteidiger in Silverstone.
Mit diesem Silberpfeil will der sechsmalige Weltmeister Lewis Hamilton mit Rekordchampion Michael Schumacher und dessen sieben Titeln gleichziehen... Sein Werkzeug dafür trägt in diesem Jahr den Namen Mercedes-AMG F1 W11 EQ Performance. 
Mercedes hat am Freitag schon kurz vor der offiziellen Präsentation erste Bilder seines neuen Formel-1-Autos für 2020 gezeigt. Das dominierende Team der letzten Jahre absolviert mit den Piloten Valtteri Bottas und Lewis Hamilton einen Shakedown in Silverstone.

So sieht er aus: der neue Mercedes W11 ist da

Beim ersten Blick auf den W11 fällt auf: Die Lufteinlässe in den Seitenkästen und damit die Kühler sind nach Ferrari-Vorbild (wie von ABMS angekündigt) nach oben gewandert. Die Bügelflügel ähneln ebenfalls denen von Ferrari. Die Seitenkästen sind bei Ansicht von vorne nach unten hin extrem stark tailliert. Das senkt den Luftwiderstand und erhöht den Topspeed - 2019 noch eine von Mercedes' Schwächen.
Technikchef James Allison gibt zu: „In der Fahrzeugmitte gehen wir mit dem Fahrerlager-Trend und schieben die obere seitliche Crash-Struktur in eine tiefere Position und nehmen den aerodynamischen Vorteil mit, den diese Anordnung bringt. Am Heck des Autos haben wir uns für ein experimentierfreudiges Aufhängungslayout entschieden, um damit Möglichkeiten zur aerodynamischen Weiterentwicklung zu schaffen.“ 
Auffällig auch: Anders als Ferrari und Red Bull hat der Mercedes keinen "Schneepflug" unter der Nase, obwohl die Flügelprofile zu den Endplatten hin abfallen (Outwash-Prinzip). Auch das spricht dafür, dass man den Luftwiderstand senken will. Genug Abtrieb war 2019 ja als Basis vorhanden.
Wie Red Bull setzen auch die Silberpfeile auf Flügelchen neben dem S-Schacht und über den Rückspiegeln. . Das Heck wirkt insgesamt noch kompakter, die Bargeboards und Luftleitelemente um die Hinterradaufhängung sind wie auch bei den anderen Teams komplexer. Die Airbox fällt an den Seiten sehr steil ab. (Mehr Technik-Details gibt es in der Galerie!)
Die Neuerungen zeigen: Mercedes ist keinesfalls siegesmüde und will den siebten Titel in Folge. Mercedes-Sportchef Toto Wolff: "Wir sehen Siege oder Titel nicht als selbstverständlich an und wissen, dass wir wie in jedem Jahr extrem hart dafür kämpfen müssen. Das war schon immer unsere Mentalität."
Bereits Anfang der Woche hatten die Silberpfeile ihre neue Lackierung präsentiert, da aber noch auf einem alten Auto. Auffallend: die roten Applikationen am Frontflügel und der Airbox. Grund ist ein neuer Sponsor. Das rote Kapperl könnte aber getrost auch als Hommage an den 2019 verstorbenen Niki Lauda gewertet werden.
Allein: Ob das Auto, das in Melbourne an den Start gehen wird, genauso aussieht, ist zu bezweifeln. Red-Bull-Berater Helmut Marko zu ABMS: "Auch das von uns gezeigte Auto hat nicht viel mit dem zu tun, das in Australien an den Start gehen wird. Ich gehe davon aus, dass das bei den anderen Topteams genauso ist." Bei Mercedes sieht man das anders. Allison: "Wir werden erneut Upgrades für Melbourne haben, die in der zweiten Testwoche kommen, aber es wird nicht wie 2019 ein komplett neues Auto geben."

Formel 1: Der neue Mercedes-AMG F1 W11 EQ Performance 2020

Autoren: Frederik Hackbarth,

Fotos: Mercedes

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