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Formel 1: Duell macht Wolff "nervös"

Batterie bremst Hamilton ein

Lewis Hamilton muss sich erneut hinter Valtteri Bottas anstellen. Mercedes-Boss Toto Wolff hofft vor allem, dass beide durch die erste Runde kommen.
Mehr als sechs Zehntelsekunden Rückstand auf den Teamkollegen - das ist für Lewis Hamilton eine Seltenheit in der Formel 1. Die Experten sind nach Valtteri Bottas' Pole in Barcelona verblüfft: "Eine ganz schöne Ansage, der Vorsprung ist schon ein Brett", urteilt beispielsweise Ex-F1-Pilot Martin Brundle.
Mercedes-Sportchef Toto Wolff will das Ergebnis nach dem Qualifying aber richtig eingeordnet wissen. Er verrät: "Für Lewis war das heute eine unglückliche Session, weil wir die Batterie nicht richtig aufladen konnten." Der Grund: Am Ende von Q2 hatte Hamilton seinen Run wegen einer gelben Flagge abgebrochen – und kam früher als geplant und deshalb mit leerer Batterie zurück in die Garage."
Die Folge erklärt Hamilton selbst: "Q3 war nicht so stark. Ich musste dann früher raus als alle anderen, um die Batterie richtig zu laden - dadurch war ich in keiner so guten Position." Wolff fügt hinzu: "Lewis' erster Run war damit von Verkehr beeinträchtigt, für ihn ging es quasi schon auf dem falschen Fuß los."

Bottas stellt Hamilton derzeit in den Schatten

Das Problem: Weil sich die Streckentemperatur verändert und darüber hinaus im letzten Sektor nach einem Ausritt Kies auf der Strecke liegt, sind Zeitenverbesserungen im zweiten Versuch am Samstag kaum noch möglich, Hamiltons Rückstand entsprechend groß.
Als Ausrede will der Weltmeister die Umstände aber nicht gelten lassen: "Valtteri hat hier wieder einen fantastischen Job gemacht, er verdient die Pole - ich für meinen Teil habe die Runden einfach nicht zusammengebracht", sagt Hamilton.
Am Sonntag will der Brite allerdings zurückschlagen und die Reihenfolge an der Spitze umdrehen, wie er direkt nach dem Qualifying ankündigt. Teamchef Wolff bereitet das etwas Bauchschmerzen. "Ein bisschen nervös bin ich schon. Ich hoffe, wir kommen hier nicht zurück zu 2016", erinnert Wolff an den legendären Silberpfeil-Crash zwischen Hamilton und Nico Rosberg in der Startrunde.
Der Rennbeginn wird laut Wolff auch am Sonntag entscheidend, "weil Barcelona eine Strecke ist, auf der man nicht so gut überholen kann. Die beiden stehen aber aktuell in einem ganz anderen Verhältnis zueinander, ich bin also zuversichtlich", so Wolff. Trotzdem geht der Mercedes-Boss auf Nummer sicher: "Wir werden es morgen vorsichtshalber noch mal ansprechen, aber eigentlich wissen beide genau, was sie zu tun haben."

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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