Seit Jahren steht der Formel-1-GP von Deutschland auf der Kippe. 2015 fiel der Große Preis hierzulande aus. Auch für 2017 gibt es aktuell noch keinen bestehenden Vertrag. Hockenheim will und kann nach den aktuellen Konditionen (ca. 12 Millionen Euro Antrittsgeld) nicht einspringen, auch der Nürburgring weigert sich ins Risiko zu gehen. Weit mehr als 60.000 Zuschauer sind nötig, um schwarze Zahlen zu schreiben. 2014 kamen zuletzt nur 52.000 Fans.
Sachsenring
Alternative für 2017: Der Sachsenring ist im Gespräch
Am Rande des Rennens in Hockenheim nun die überraschende Wende. F1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone will nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT unbedingt ein Formel-1-Rennen in Deutschland - auch 2017! Und: Der Brite ist dafür wohl sogar bereit das Antrittsgeld zu senken.
Im Gespräch sind sowohl der Nürburgring als auch der Hockenheimring. Und ABMS erfuhr: Sogar der Sachsenring ist eine Alternative!
Die Strecke ist FIA-homologiert, lediglich am Boxengebäude müsste gearbeitet werden.
Ecclestone
Bernie Ecclestone im Fahrerlager von Hockenheim
Sky-Experte Marc Surer: „Das würde mich total freuen! Der Sachsenring ist eine tolle Rennstrecke und vor allem könnten dort viele Zuschauer mobilisiert werden, die sonst wohl eher nicht zur Formel 1 fahren würden.“
Für das den GP Deutschland am Sonntag erwartet der Hockenheimring mindestens 59000 Zuschauer.
Warum Ecclestone den Veranstaltern plötzlich entgegenkommt ist noch unklar. Nach ABMS-Informationen stehen aber die Rennen in Aserbaidschan, Kanada und Brasilien auf der Kippe. Möglichweise braucht Ecclestone Ersatz.