Formel 1 einigt sich über Qualifying
Endlich: Rückkehr zum alten Modus!

–
Schon ab dem China GP fährt die Formel 1 wieder nach ihrem alten Qualifying-Format. Die viel kritisierte Reise nach Jerusalem ist damit Geschichte.
Bild: Picture-Alliance
In der Auseinandersetzung um die hochumstrittene Formel-1-Qualifikation haben sich die Rennställe durchgesetzt und eine Rückkehr zum alten Modus erzwungen. Schon ab dem nächsten Saisonrennen am 17. April in Shanghai soll übereinstimmenden Medienberichten vom Donnerstag zufolge wieder im alten Format gefahren werden. Demnach ist der erst zu Jahresbeginn eingeführte Modus Geschichte, wonach nach einer bestimmten Phase jeweils nach 90 Sekunden der langsamste Pilot ausschied.

Die Teams haben sich gegen Ecclestone durchgesetzt
Während einer Telefonkonferenz hatten die Teamchefs zuvor deutlich gemacht, sich jedem neu vorgeschlagenen Modus zu versperren. Das von Ecclestone und Todt seit jüngstem favorisierte Format sah vor, dass in jeder K.o.-Runde die beiden schnellsten Zeiten addiert werden. Dadurch sollten die Formel-1-Wagen in den einzelnen Qualifikationsabschnitten häufiger auf der Strecke sein. In ihrem gemeinsamen Schreiben lehnten die Teamchefs diese Idee aber als zu verwirrend für die Zuschauer ab.

F1-Boss Ecclestone stand zuletzt relativ alleine da
Das war zuvor passiert:
Die Formel 1 führt mit der neuen Saison das sogenannte Eliminations-Qualifying ein, auch genannt: Reise nach Jerusalem. Erst denkbar spät, beim Test in Barcelona, wird die neue Regel fixiert.
Schon beim Auftakt in Australien floppt der Modus, auf der Strecke wird kaum gefahren. Es gibt harsche Kritik am neuen Format, die Teams sind sich über eine sofortige Absetzung einig.

Die Formel 1 trägt das Quali wieder wie gewohnt aus
Noch auf dem Gelände des Sakhir International Circuits treffen sich am Sonntag die führenden F1-Köpfe, um das System abzusetzen. Die Entscheidung wird jedoch unglaublicherweise wieder vertagt - auf diesen Donnerstag. Pikant: Jetzt wollen Ecclestone und Todt jeweils zwei schnelle Runden addieren, um für mehr Betrieb auf der Strecke zu sorgen. Insider und Fans schütteln die Köpfe.
Nun, nach dem Brandbrief der Teams an Ecclestone, Todt und den F1-Mehrheitseigner CVC, bleibt den Entscheidern keine andere Möglichkeit mehr: Die Formel 1 kehrt zum alten Modus zurück. (fh/dpa)
Service-Links