Formel 1: Fahrerstimmen zum Halo
Der Halo-Effekt

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Formel-1-Experte Marc Surer erklärt die technischen Schwierigkeiten, die der Halo-Cockpitbügel mit sich bringt. Plus: die Fahrerstimmen zum Halo.
Bild: Force India
Es gab schon genügend Diskussionen über das neue Halo – jenen Sicherheitsbügel, der die Köpfe der Fahrer vor schweren Teilen wie beispielsweise fliegenden Räder schützen soll. Da ging es aber eher um die Ästhetik des Sicherheitsteils. In Barcelona bei den ersten Testfahrten konnte man jetzt sehen, wie die einzelnen Teams die Optik gelöst haben. Ferrari lackierte sein Halo beispielsweise in rot, Force India in pink.

Vettel meint: "Halo ist kein Schmuckstück"
Der Live-Ticker zu den Testfahrten in Barcelona: HIER
Warum? Je tiefer der Schwerpunkt, desto mehr Haftung baut ein Formel-1-Renner in der Kurve auf. Durch das Halo stehen die Ingenieure jetzt vor einer neuen Herausforderung. Durch das sich über dem Kopf befindende Titanteil verschiebt sich der Schwerpunkt nämlich automatisch nach oben. Zur Erklärung: In superschnellen Kurven, die bis zu 5 g Seitenkräfte produzieren können (das fünffache des Eigengewichts), zerren 35 Kilo am oberen Bereich des Autos – und machen es damit sehr träge. Die Herausforderung für die Techniker liegt jetzt darin, trotzdem für die maximale Bodenhaftung zu sorgen.
Den "Halo-Nachteil" kann man mit speziellen Aufhängungssystemen kompensieren oder mit anderen technischen Lösungen. Fest steht: Wer am Ende des Tages die beste Lösung findet, wird einen Vorteil haben. Auch dieser Art von Wettbewerb macht die Formel 1 so faszinierend.
Text: Marc Surer
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