In der Hitze von Hockenheim hat Ferrari zumindest am Freitag das Heft in der Hand: Nach Sebastian Vettel am Vormittag schnappt sich im zweiten freien Training zum Deutschland GP Teamkollege Charles Leclerc die Bestzeit. Mit einer Zeit von 1:13.499 Minuten ist der Monegasse 0,124 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte Vettel.
Die Zeiten und Zahlen: Alle Ergebnisse hier
Vettels Fazit fällt entsprechend positiv aus: "Ich bin ziemlich zufrieden, auch wenn wir am Nachmittag leider etwas Streckenzeit eingebüßt haben, weil ich auf den Mediums einen Bremsplatten hatte", erklärt der Deutsche. Das Wichtigste aber für ihn: "Ich denke, das Auto hat sich hier etwas besser angefühlt als in Silverstone." Dort hatte Vettel unter anderem mal wieder mit dem Heck zu kämpfen. "Auch das war hier heute morgen direkt besser", so Vettel.
Ex-F1-Pilot und Sky-Experte Anthony Davidson zählt den Deutschen deshalb auch zu den Sieganwärtern: "Ferrari ist schnell hier, nicht nur über eine Runde sondern auch auf dem Longrun. Vor allem Vettel sah da gut aus." Trotzdem geht es zwischen Ferrari und Mercedes eng zu. "Ein Zehntel pro Runde waren sie im Schnitt schneller - bei diesen Bedingungen", hebt Davidson den entscheidenden Faktor hervor: das Wetter.
Gasly
Harter Einschlag: Gasly knickt sich das Vorderrad weg
Denn bei 38 Grad Außen- und um die 50 Grad Asphalttemperatur am Freitag konnte Ferrari seine Vorteile gegenüber den hitzeanfälligen Mercedes ausspielen. Am Samstag und Sonntag soll es in Hockenheim aber deutlich kühler werden.
Lewis Hamiltons Rückstand ist am Freitag ohnehin überschaubar. Nur 0,146 Sekunden fehlen ihm auf Platz drei zur Bestzeit, gerade einmal 22 Tausendstel auf die Zeit von Vettel. Silberpfeil-Teamkollege Valtteri Bottas kann da nicht mithalten: der Finne hat als Vierter schon sechseinhalb Zehntel Rückstand auf die Spitze.
Rang fünf schnappt sich Max Verstappen im Red Bull, ebenfalls nur 22 Tausendstel hinter der Bottas-Zeit. Bitter läuft das Training dagegen für Teamkollege Pierre Gasly: Der Franzose crasht seinen Red Bull gut zwanzig Minuten vor Ende der Session in der Zielkurve, zerstört sich die Vorderradaufhängung. Während Gasly zum obligatorischen Check ins Streckenkrankenhaus muss, wird die Session mit der roten Flagge unterbrochen (Bilder vom Crash in der Galerie unten).
Vorzeitig Feierabend hat nach einem technischen Defekt auch Renault-Pilot Nico Hülkenberg. Der Emmericher beendet den Auftakt in sein Heimspiel aber immerhin auf der neunten Position.

Bildergalerie

Formel 1 Unfälle 2019
Formel 1 Unfälle 2019
Formel 1 Unfälle 2019
Galerie "Formel 1 Unfälle 2019" mit 57 Bildern öffnen
Formel 1 Unfälle 2019
Sie wollen die Formel 1 live, mit allen Trainings und ohne Werbeunterbrechung sehen?
Via AUTO BILD MOTORSPORT bekommen Sie Sky Q für die Hälfte des Preises.