Es ist der Albtraum eines jeden Formel-1-Teams. Ein Bild des niegel-nagel-neuen Autos findet schon einen Tag vor der offiziellen Präsentation seinen Weg in die Öffentlichkeit. So geschehen im Fall von Ferrari. Der F1-75 tauchte bereits gestern Abend in den sozialen Netzwerken auf.
Das Geheimnis wurde also bereits gelüftet. Die neue rote Göttin trägt schwarz. Front- und Heckflügel sind nicht traditionell in rot lackiert, sondern dunkel abgesetzt. Spannender aber ist die Form. Denn anders als Red Bull hat Ferrari kein Showcar in die heiligen Hallen am Firmensitz in Maranello gestellt.
Ferrari F1-75
Ferrari hat heute den F1-75 der Öffentlichkeit präsentiert.

Ex-Ferrari-Star Jean Alesi ist ganz verzückt. „Der neue Ferrari ist ein echtes Wunderwerk“, sagt er bei Canal Plus. „Sehr, sehr schlank, mit einer etwas raffinierten Nase. Das Auto ist schon beeindruckend, und ich hoffe, dass es genauso schnell sein wird, um zu den beiden besten Teams zu gehören, die wir letztes Jahr mit Mercedes und Red Bull hatten. Ehrlich gesagt, das Auto ist ein Juwel. Red Bull ist nichts Besonderes, weil es ein Showcar ist, aber Ferrari ist ein Schock.“
Tatsächlich wartet die Scuderia mit einem innovativen Seitenkasten-Design auf. Die Kühleinlässe sind schmal und oval geformt, auf den Seitenkästen ist eine Welle erkennbar, die an den McLaren aus der Saison 2011 erinnert. Die Seitenkästen sind vorn und hinten zudem leicht unterschnitten, das Heck ist dennoch sehr schmal.
Die Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz wollen damit an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. Nach WM-Rang drei im Vorjahr kann nur der Kampf um Siege und Titel das Ziel sein. Unrealistisch ist das nicht. Ferrari hat sich bereits 2021 stark auf die neue Saison konzentriert.

Von

Bianca Garloff