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Formel 1: Ferrari im Glück

Nur Geldstrafe: Leclerc behält Podium

Ferrari gibt am Auto von Charles Leclerc vor dem Start die falsche Spritmenge an, kommt aber glimpflich davon. Die Betrugsvorwürfe gehen damit weiter.
Die Betrugsvorwürfe gegen Ferrari bezüglich des Benzinflussmesssensors waren das Thema im Saisonendspurt 2019: beim Saisonfinale 2019 kommt noch ein weiteres unwürdiges Kapitel hinzu. Schon vor dem Start zum Abu Dhabi GP melden die Stewards signifikante Unregelmäßigkeiten bei der vorab angegebenen Benzinmenge am Auto von Charles Leclerc, leiten eine Untersuchung ein.
Red-Bull-Teamchef Christian Horner bringt, auf den Fall angesprochen, sogar eine Disqualifikation Leclercs ins Spiel. Die Sache wird aus Zeitmangel aber auf nach dem Rennen vertagt: Leclerc rast erst mal los und wird Dritter. Mehr als drei Stunden nach Rennende und einer Anhörung der Ferrari-Teamvertreter, flattert das Urteil der Stewards ins Haus: 50.000 Euro Geldstrafe für Ferrari, das Podium darf Leclerc aber behalten.

Leclerc im Glück: er darf seinen dritten Platz behalten

Dabei haben die Kommissare um den deutschen FIA-Technikaufseher Jo Bauer bei einer Stichprobe vor dem Start festgestellt, dass 4,88 Kilogramm Sprit (entspricht 6,6 Liter) mehr in Leclercs Auto waren als von Ferrari angegeben.
Was Ferrari den Kopf aus der Schlinge ziehen lässt: es handelt sich bei der Causa lediglich um eine technische Direktive. Eine Regel hat Ferrari damit nicht gebrochen. Die Strafe gibt es für den Verstoß gegen den Sport-Kodex (Artikel 12.1.1), weil sich Ferrari nicht an die Anweisungen der Offiziellen gehalten hat.
Nur eine Schlamperei bei der Messung also oder steckt doch mehr dahinter? Für alle Verschwörungstheoretiker und jene Kritiker, die Ferrari Betrug beim Benzin vorwerfen, ist der Fall natürlich Wind auf die Mühlen.
Pikant: Im Rennen weist Ferrari beide Fahrer an, einen niedrigen Motormodus mit wenig Spritverbrauch zu nutzen - nicht nur Leclerc, sondern auch Vettel, der sich umgehend nach dem Warum erkundigt. "Weil wir es müssen", lautet die knappe Antwort des Ingenieurs.
Nach dem Rennen spricht Teamchef Mattia Binotto von Messungenauigkeiten und rechtfertigt sich in Bezug auf die Motoreinstellung: "Die Motoren hatten schon viel Laufleistung auf dem Buckel. Nach dem Motorschaden in Austin waren wir vorsichtig."
Klar ist trotz der milden Strafe gegen die Scuderia: der Spritverbrauch des Ferrari-Motors wird die Formel 1 auch in der Winterpause weiter beschäftigen.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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Sebastian Vettel

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