Formel 1: Bilder vom Japan GP

Formel 1: Ferrari im Hintertreffen

Vettel: „Mercedes konnte mit uns spielen“

Nach der Klatsche von Sotschi will Sebastian Vettel in Suzuka zurückschlagen. Auf seiner Lieblingsstrecke braucht der Deutsche fast schon einen Sieg.
Hat Ferrari den Faden verloren? Die Zahlen sprechen ein klares Bild. Der Rückstand der Italiener wird auf der Strecke und in der WM größer. Beim Russland GP vergangenes Wochenende können die Roten nicht mit Mercedes mithalten, 50 Punkte liegt Sebastian Vettel nun schon hinter Lewis Hamilton. „Die letzten Rennen sind für uns hier und da ein bisschen in die Hose gegangen. Mercedes konnte direkt davon profitieren“, räumt Vettel am Donnerstag in Suzuka ein.

Gegen Hamilton hatte Vettel in Sotschi das Nachsehen

Doch wie erklärt der Deutsche den Einbruch bei der Scuderia? „Generell war es sehr eng in den letzten Rennen, das Pendel beim Kräfteverhältnis hat aber eher in die andere Richtung geschlagen“, sagt Vettel. Vorbei also die Zeiten, in denen die meisten Experten im Fahrerlager den Ferrari als das beste Auto bezeichnen? „Ich habe schon oft gesagt, dass wir ein starkes Auto haben, ich aber nicht nicht denke - entgegen der landläufigen Meinung - dass wir zu irgendeinem Zeitpunkt dieses Jahr ein dominantes Auto hatten“, so Vettel.
Die Realität sieht für den Heppenheimer im Moment so aus: „In Russland war Mercedes sechs Zehntel schneller im Qualifying. Im Rennen konnten sie ein bisschen mit uns spielen, was bedeutet, dass sie einfach mehr Pace hatten. Wir waren offensichtlich nicht so wettbewerbsfähig.“ Dass Mercedes Ferrari im Entwicklungsrennen, wie diverse Medien berichten, vor allem beim Motor zugesetzt hat, weist Vettel aber ins Reich der Fabel: „Wir haben in den Kurven mehr Zeit verloren als auf der Geraden.“

Trotzdem gute Laune: Vettel am Donnerstag in Japan

Auch, dass die Scuderia bei ihren Weiterentwicklungen vom rechten Weg abgekommen ist, will Vettel so nicht stehen lassen. „Ich denke nicht, dass wir die Richtung verloren haben. Meiner Meinung nach haben wir mit dem Auto Fortschritte gemacht, die geplanten Schritte sind auch gekommen. Man weiß aber nie, wo man damit im Vergleich zu den anderen steht, die vielleicht gleiche oder noch größere Schritte gemacht haben. Wenn ich mit unseren Ingenieuren rede, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir sind, wo wir sein wollten.“
Was aber kann der WM-Zweite tun, um das Blatt wieder zu wenden? Vettel: „Es war nur eine Woche zwischen den Rennen, da ist nicht viel Zeit für große Veränderungen. Aber wir haben ein paar Ideen, um Pace zu finden.“
Viermal konnte der Ferrari-Star in Suzuka bereits gewinnen. Sieg Nummer fünf ist Pflicht, will der Deutsche das Titelrennen offen halten. „Ich glaube an unsere Chance. Aber wir müssen jetzt natürlich schauen, dass die Punkte bei uns drastisch zunehmen“, sagt Vettel. Sonst ist der WM-Zug vielleicht schon am Sonntag in Japan endgültig abgefahren.

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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