Formel 1: Die besten Bilder vom Kanada GP

Formel 1: Ferrari mit neuem Motor

Vettel fürchtet am meisten Red Bull

Sebastian Vettel erwartet auch in Kanada einen Dreikampf mit Mercedes und Red Bull. Warum der Ferrari-Star auf ein gutes Ergebnis hoffen darf:
"Hätte, hätte Fahrradkette!" Ein Spruch, den Sebastian Vettel gerne anwendet, wenn es darum geht, Situationen in der Vergangenheit zu bewerten, hat ihn beim Kanada GP in Montreal eingeholt. Als er nämlich gerade mit seinem Rennrad ins idyllische am Fluss gelegene Fahrerlager von Montreal fahren wollte, ist ihm die Fahrradkette heruntergesprungen.
Aber, kein Problem. So wie früher löste er das Problem kurzerhand selbst. Nur schwarze Finger zeugten zwanzig Sekunden später noch von seiner Fähigkeit als handwerklicher Self-Made-Man. Dass er mit dem Fahrrad die circa fünf Kilometer vom Hotel in der Innenstadt zur Insel im St-Lorenz-Strom fährt, auf der die Rennstrecke in Montreal liegt, hat nicht nur sportliche Gründe.

Sebastian Vettel am Donnerstag im Kanada-Paddock

Sein für Montreal zur Verfügung gestellter Dienstferrari ist so flach gelegt, das Vettel ihn nur mit großem Risiko auf dem Fahrerparkplatz parken könnte. Hintergrund: Die Parkplätze auf der Insel liegen quasi auf einer kleinen Böschung. Der tiefergelegte Ferrari könnte deswegen Schaden am Unterboden nehmen.
Beide Probleme nimmt der Heppenheimer aber mit Humor. Rein sportlich blickt er mit kontrolliert offensiver Grundeinstellung zum bevorstehenden Großen Preis von Kanada. Hintergrund: Während Ferrari den zweiten von dieser Saison insgesamt drei erlaubten Motoren einsetzt, verzichtet Hauptkonkurrent Mercedes noch auf den Vorteil eines brandneuen Aggregats. Die Stuttgarter haben aus Sicherheitsgründen das Debüt ihres neuen Aggregats auf das nächste Rennen in Frankreich verschoben.
"Sicher könnte das gerade auf einer Motorenstrecke wie Montreal ein kleiner Vorteil sein", sagt Vettel, "aber ich wage es nicht, zu sehr in die Kristallkugel zu schauen. Fest steht, dass wir im Moment mit Mercedes, Red Bull und uns drei Teams haben, die vorne sein können. Es ist schwierig vor dem Qualifying Prognosen zu treffen. Aber grundsätzlich müsste uns der Kurs hier entgegenkommen."

In Monaco gab es kein Vorbeikommen an Red Bull

Was ihm etwas Sorge bereitet: die Stärke von Red Bull. Vettel: "Wir haben hier in Montreal die gleichen Reifenmischungen wie in Monaco. Besonders auf dem superweichen Hypersoft hatte Red Bull den mit Abstand geringsten Verschleiß. Wenn das hier auch so ist, werden sie extrem stark sein."
Ansonsten will der Heppenheimer wie bei jedem Rennen mit Vollgas auf Sieg fahren. Und beweist weiterhin Humor. "Ich habe sogar mit den Möwen hier geredet, dass sie diesmal nicht genau im Scheitelpunkt von Kurve eins sitzen. Denn man weiß ja, wer dann bremst und wer nicht..."
Hintergrund: Beim Rennen vor zwei Jahren ging Vettel auf der Jagd nach Lewis Hamilton wegen einer Möwe vom Gas und verlor gut eine Sekunde. Der Brite zog einfach durch. Das Tier konnte sich gerade noch retten. Vettel schmunzelnd: "Ich hätte zumindest kein Problem mit dem Tierschutz bekommen..."

Autor: Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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