Formel 1: Ferrari nach Russland GP
Vettel-Boss glaubt noch an WM

Sebastian Vettels Frust nach dem frühen Aus in Russland ist schon wieder verraucht - sein Teamchef verneint, dass man den Titel schon aufgegeben hat.
Bild: Getty Images / Picture-Alliance
Am Abend war der ganz große Ärger schon wieder vergessen. „Daniil hat ja nicht nur mich abgeräumt, sondern gleich drei Red Bull“, so der Tenor des Vierfachweltmeisters nach dem Abschuss durch Daniil Kvyat in der zweiten und dritten Kurve. Allein: 67 Punkte Rückstand hat Vettel in der WM nun bereits auf Spitzenreiter Nico Rosberg. Er selbst würde das öffentlich nie zugeben. Aber die WM hat der Hesse innerlich längst abgehakt. Zumal auch sein Ferrari nicht wirklich schneller wird.
Aus nach Start-Crash in Sotschi: Kvyat schießt Vettel ab
Ein Motorupdate und ein neuer Frontflügel konnten die Lücke zu Mercedes in Sotchi nicht schließen. Kimi Räikkönens schnellste Rennrunde war knapp mehr als eine Sekunde langsamer als die von Nico Rosberg. Dazu kommen immer wieder Defekte, zuletzt ein Elektronikproblem im freien Training und ein getauschtes Getriebe, das Vettel den Start von Rang sieben erst eingehandelt hatte.

In Russland stoppen Kvyat und die Technik Vettel
In der Tat: Der Teamchef glaubt weiterhin an den Titel!

Der Blick auf den WM-Stand sieht nicht gut aus
Dabei setzt Ferrari auch auf Sebastian Vettel. „Sebastian ist Sebastian“, sagt Chefingenieur Jock Clear, der dieses Jahr von Mercedes zu Ferrari kam. „Er hat den Vettel-Faktor. Niemand kämpft härter als er.“ Neben Kampfgeist braucht Vettel jetzt aber vor allem eins: Glück.
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