Sehnsüchtig saugen Fans derzeit alle Informationen zu den neuen Formel-1-Autos auf. Besonders Ferrari haben viele auf dem Zettel. Nach dem Seuchenjahr 2020 kämpfte sich die Scuderia 2021 überraschend schnell zurück ins vordere Mittelfeld, konzentrierte sich aber früh auch auf die kommende Saison. Möglicherweise ein entscheidender Vorteil gegenüber Red Bull und Mercedes.
Enthüllt wird die neue rote Göttin am 17. Februar. Schon jetzt verrät Ferrari allerdings, wie der 68. Renner der Italiener heißen soll. Der Name: Ferrari F1-75 steht für Formel 1 und 75 Jahre Ferrari. Hintergrund: Firmengründer Enzo Ferrari ließ am 12. März 1947 in Maranello erstmals den Motor eines Sportwagens ( Typ 125 S) aufheulen.
Zuletzt begann ein Ferrari im Jahr 2000 mit dem Kürzel F1. Damals holte Michael Schumacher in F1 2000 seinen ersten WM-Titel in Rot.
Ferrari-Vorstandschef John Elkann

Ferrari-Vorstandschef John Elkann: „Die Formel 1 mit diesem Grundgedanken aus Wettbewerb und Innovation war immer das Fundament von Ferrari und Antrieb für die Serien-Entwicklung. In diesem Jahr wird es 75 Jahre her sein, dass der erste Ferrari die Fabrik verließ, also wollten wir dem mit der Bezeichnung F1-75 Respekt zollen.“
Die Konkurrenz hat ebenfalls Respekt und die Scuderia für 2022 auf der Rechnung. „Ferrari hat in Sachen Motor gegen Ende der Saison 2021 einen sehr guten Eindruck hinterlassen, sie waren klar dritte Kraft“, sagt Red Bull-Teammanager Jonathan Wheatley in einem Podcast.
„Und ich finde, sie haben mit Charles Leclerc und Carlos Sainz ein hervorragendes Fahrerduo. Als bekannt wurde, dass Ferrari den Sainz holt, war ich mir nicht ganz sicher, wie gut er zu Leclerc passen würde, aber die beiden scheinen hervorragend miteinander auszukommen.“
Der Brite schlussfolgert deshalb: „Für mich ist Ferrari die große Unbekannte oder möglicherweise die größte Bedrohung in diesem Jahr.“

Von

Bianca Garloff