Formel 1: Ferrari nur noch Dritter
Red Bull fordert Mercedes heraus

Daniel Ricciardo Dritter, Max Verstappen Vierter im Ungarn-Qualifying in Budapest. Red Bull hat Ferrari klar als ersten Mercedes-Verfolger abgehängt.
Bild: FH / Picture-Alliance
Der Trend aus Silverstone hat sich in Ungarn fortgesetzt. Red Bull hat Ferrari als erster Verfolger der Silberpfeile abgelöst. Im Qualifying von Silverstone belegten Max Verstappen und Daniel Ricciardo die Plätze drei und vier. Am Hungaroring nahmen die beiden Red Bull-Stars dieselben Positionen ein – nur in umgekehrter Reihenfolge.
„Wir haben Ferrari jetzt auf zwei unterschiedlichen Strecken schlagen können“, sagt Daniel Ricciardo zu ABMS. „Das heißt für mich auch, dass wir derzeit besser sind – wenn vielleicht auch noch nicht auf einem Kurs wie Monza.“ Der Australier glaubt sogar: „Ohne die gelben Flaggen hätte ich der Pole nahe kommen können. Und ich habe wirklich das Gefühl, dass wir morgen um mehr kämpfen können als um das Podium.“

Vettel kam am Samstag nur auf Startplatz fünf
Allein: Auch Sebastian Vettel glaubt, dass er heute unter Wert geschlagen wurde. Der Heppenheimer hing in seiner letzten fliegenden Runde hinter Jenson Button fest, der seinen Umlauf bereits abgebrochen hatte. Vettel sauer: "Es hätte der dritte Platz werden können, denn mein Auto war richtig gut. Aber er hat wohl einfach geschlafen und niemanden erwartet, der seine Runde noch zu Ende fahren kann. Es ist sehr schade, denn sonst hätte es viel, viel besser ausgesehen. Die zweite Runde hat sich auch sehr viel besser angefühlt als die erste, ich lag schon mehr als eine halbe Sekunde vorne.“

Ricciardo stellte seinen Red Bull auf den dritten Platz
Dabei kämpft Ferrari derzeit nicht nur gegen die Rivalen auf der Rennstrecke, sondern auch gegen die Kritiker. Mercedes-Teamchef Toto Wolff springt der Scuderia deshalb zur Seite. „Es gibt eine Ressource, die man sich nicht kaufen kann“, so der Österreicher zu AUTO BILD MOTORSPORT. „Das ist Zeit. Wir haben auch vier Jahre gebraucht, um das Team aufzubauen. Erst jetzt ernten wir die Früchte dieser Arbeit.“
Wolff weiter: „Ferrari hat bereits einen Schritt nach vorne gemacht. Aber die Erwartungen sind riesig. Deshalb lastet ein großes Gewicht auf ihren Schultern, was den Job nicht einfacher macht.“
Ein Sieg morgen würden helfen den enormen Druck zumindest ein wenig zu senken...
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