Formel 1: Die besten Bilder vom Mexiko GP

Formel 1: Ferrari Opfer der Führungsrolle

Vettel: Mercedes mit Mut und Glück

Sebastian Vettel muss sich in Mexiko Lewis Hamiltons gelungenem Undercut geschlagen geben. Warum Ferrari sich dagegen nicht verteidigen konnte:
Strategische Meisterleistung oder gelungenes Glücksspiel? Mercedes luchst Ferrari trotz Doppelführung der Roten in Mexiko den Sieg ab - mit einer gut funktionierenden Einstoppstrategie und einem ungewöhnlich frühen Reifenwechsel.
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto gibt nach dem Rennen zu: "Unser Fehler war es, dass wir einen so frühen Einstopper nicht miteinkalkuliert haben. Zum fraglichen Zeitpunkt erschien diese Strategie nach den Daten aus den Freitagstrainings nicht als die schnellste."
Der Ferrari-Boss verteidigt seinen Kommandostand aber auch: "Für uns war es schwer, uns dagegen zu verteidigen. Zocken kann man nur, wenn man hinten ist - nicht, wenn man in Führung liegt", sagt Binotto mit Blick auf Mercedes.
Auch Silberpfeil-Sportchef Toto Wolff gibt zu, dass Ferrari durch die Führungsrolle angreifbar war und sich Hamiltons früher Stopp schon in Runde 23 als Glücksgriff herausstellte: "Mit den Reifen war es eigentlich ein Blindflug. Niemand wusste, was passiert und wenn man dem Fahrer sagt, dass er jetzt 47 Runden mit diesem Reifen überleben muss, klingt das sicher nicht einfach", so der Wiener.
Wolff weiter: "Wir hatten aber nichts zu verlieren. Wir mussten das Risiko nehmen und es hat geklappt."

Am Ende musste sich Vettel mit Rang zwei begnügen

Sebastian Vettel, der zwar auf die richtige Strategie mit nur einem Stopp setzt, aber zu lange draußen bleibt, sodass Hamiltons Undercut funktioniert, schlägt in dieselbe Kerbe: "Im Nachhinein ist man immer schlauer: Sie haben ein großes Risiko genommen und es gibt Tage, da geht das auf. Vorher gewusst haben sie es mit Sicherheit nicht", sagt Vettel in Bezug auf Mercedes' Taktik.
"Der frühe Reifenwechsel war eine mutige Aktion. Aber aus ihrer Position heraus lohnt es sich, was zu versuchen. Ob du Dritter oder Fünfter wirst macht nicht den Unterschied. Aber wenn es dir erlaubt auf Eins zu springen, bist du der große Gewinner", so Vettel.
Nur am Strategie-Poker will der Deutsche aber nicht festmachen, dass Ferrari der Sieg entglitt. "Fairerweise muss man sagen, dass wir auch nicht den Speed hatten, um den Sieg zu erzwingen. Mercedes hatte bisschen Glück bei der Strategie, aber darüber hinaus auch etwas mehr Speed."
Teamchef Binotto erklärt: "Wir wussten schon nach dem Qualifying, dass es heute eng wird. Das Team jetzt so enttäuscht zu sehen, macht mich auf gewisse Weise sogar glücklich: denn es heißt, dass zweite Plätze für uns nicht mehr gut genug sind."
Vielmehr geht es laut Binotto ordentlich voran bei den Roten: "Budapest (als Ferrari überrundet wurde; d. Red.) war auch eine Strecke mit maximaler Downforce. Deswegen ist es heute ein gutes Ergebnis, weil es zeigt, dass wir im Vergleich einen ziemlich großen Fortschritt gemacht haben."

Autor: Frederik Hackbarth

Fotos: Picture-Alliance

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