Nach der Winterpause sind die Präsentationen der neuen Formel-1-Autos für die kommende Saison immer etwas Besonderes. Das gilt 2017 umso mehr, weil das technische Reglement sich stark verändert. Die Autos werden breiter, deutlich schneller und wieder mehr aerodynamische Spielräume beinhalten.
Ferrari hat nun als erstes Team den Präsentationstermin bekannt geben (den Ort allerdings noch nicht): Am 24. Februar dürfen Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen ihre neue Rote Göttin enthüllen. Also drei Tage vor dem Testbeginn in Barcelona.
Auf der Weihnachtsfeier strahlte Cheftechniker Mattia Binotto Zuversicht aus: „Es gibt keinen Grund, wieso wir diese Herausforderung nicht meistern könnten. Was uns in diesem Jahr fehlte, war die Fähigkeit schnell zu reagieren. Wir müssen in der Lage sein, neue Lösungen vorzustellen, bevor die anderen das tun.“
Vettel
Sebastian Vettel will endlich wieder jubeln
Kritiker fürchten: Ferraris Struktur kann sich nicht mit dem Technikstab von Mercedes und Red Bull messen. Binotto ist eigentlich Motortechniker, Ex-Technikchef James Allison hat das Team im Sommer verlassen und wird bei Mercedes andocken. Bei der Ferrari-Saisonabschlussfeier in Daytona beschwichtigte Präsident Sergio Marchionne allerdings: „Wir haben das Management im August neu organisiert und ich vertraue der Arbeit von Mattia Binotto. Ich glaube, dass die Struktur sehr gut ist – auch wenn natürlich immer ein paar Änderungen möglich sind. Die wichtigsten Positionen sind aber besetzt.“
Die Neuorganisation sieht 14 verschiedene technische Arbeitsgruppen in Maranello vor. In Italien wird gemunkelt, dass Ferrari beim neuen Ferrari an die Grenzen des neuen Reglements geht und extreme Lösungen bringen wird. Auch der Erfolgs-Konstrukteur der Schumacher-Ära, Rory Byrne, soll als Berater wieder stärker involviert sein und Ferrari zurück auf die Erfolgsspur führen – zehn Jahre nach dem bisher letzten Titelgewinn durch Kimi Räikkönen 2017.