Das Wettrüsten der Top-Teams geht auch bei der Grand-Prix-Premiere in Baku munter weiter. Nachdem Mercedes bereits in Kanada eine neue Heckflügel-Variante getestet hatte und in Aserbaidschan einsetzt (ABMS berichtete), hat nun auch Titelkonkurrent Ferrari einen neuen Heckflügel mitgebracht, ausgerichtet auf die speziellen Anforderungen des Baku City Circuit.
Ferrari
Der neue Ferrari-Heckflügel am Freitag auf der Strecke
Doch Stadtkurs ist nicht gleich Stadtkurs: Bis zu 350 Stundenkilometer werden am Wochenende am Ende der langen Start-Zielgeraden erwartet. Von seiner Charakteristik her ist Baku mehr wie die Hochgeschwindigkeitspiste von Monza! Auch zur italienischen Traditionsstrecke bringen die Teams meistens extra modifizierte und flache Flügelkonstruktionen mit, wie nun Mercedes und Ferrari. Der neue Heckflügel der Roten ist spezifisch auf niedrige Downforce ausgelegt und verfügt über neue Endplatten mit nur drei Schlitzen statt des bisher üblichen fünf.
Das Hauptflügelprofil ist flach und nicht wie bisher zur Mittelachse hin geneigt. Zusätzlich hat Ferrari im Heckbereich auch noch die Karosserie angepasst: Um die Kühlung zu verbessern, wurden die Luftauslässe am Auspuff und Motorbereich vergrößert - denn am Wochenende sind in Baku hohe Temperaturen vorhergesagt, nicht wenige Teams erwarten im Land des Feuers sogar das heißeste Rennen des Jahres.