Er war der größte Kämpfer beim Großen Preis von Italien: Ferrari-Star Carlos Sainz. Erst wehrte sich der von der Pole Position gestartete Spanier tapfer gegen die übermächtigen Red Bulls mit Max Verstappen und Sergio Perez am Steuer. Später verteidigte er seinen Podestplatz im Tempo-Tempel von Monza bravourös gegen seinen Teamkollegen Charles Leclerc, der mit dem Messer zwischen den Zähnen selbst dann noch attackierte, als der Kommandostand längst einen Nicht-Angriffs-Pakt ausgegeben hatte.
Sainz reagierte nach dem Rennen denn auch etwas angesäuert auf die Frage, ob ihm das teaminterne Duell Spaß gemacht habe: „Ich weiß nicht, ob Spaß das richtige Wort ist. Es war ein sehr harter Kampf. Ich habe alles gegeben.“
Der Lohn: Auf dem Podest ließ er sich von den Tifosi feiern, als hätte er den Grand Prix gewonnen.  Doch ausruhen konnte er sich auch nach dem Rennen nicht. Denn Sainz wurde am Sonntagabend Opfer eines versuchten Raubüberfalls. Das bestätigte er in den sozialen Medien.
Carlos Sainz konnte einen der Verdächtigen stellen.
Bild: Ferrari

Demnach wurde dem Spanier beim Verlassen des Hotels in der Innenstadt von Mailand auf offener Straße eine etwa 300.000 Euro teure Armbanduhr gestohlen. Nach Angaben der Polizei liest sich der Tathergang wie folgt: Drei Männer zwischen 18 und 20 Jahren verwickelten ihn in ein Gespräch. Dabei gelang es einem von ihnen, Sainz die Uhr zu entwenden.
Doch der Ferrari-Star wurde ein zweites Mal an diesem Tag zum Kämpfer: Er verfolgte die Diebe und konnte einen der Verdächtigen stellen. Die anderen beiden wurden mithilfe von Passanten dingfest gemacht. Die Polizei konnte die Gauner festnehmen – und Sainz bekam seine Uhr zurück.
Damit hatte er mehr Glück als sein Teamkollege Leclerc. Dem Monegassen wurde im Vorjahr im Vorfeld des GP Italien in Viareggio ebenfalls seine superteure Armbanduhr geklaut. Anders als Sainz spielte er aber nicht den Helden.