Formel 1: Ferrari-Zoff geht weiter
Binotto kontert Vettel

Nach Sebastian Vettels verbaler Attacke auf Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und dessen Verhandlungspraxis, wehrt sich der Italiener nun. Allerdings: Es bleiben Fragen offen.
Bild: Picture Alliance; Ferrari
- Bianca Garloff
- Ralf Bach
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"Wir mussten unsere Entscheidung überdenken. Ja, er war überrascht", sagte der Italiener am Freitag bei der Pressekonferenz am Rande des Formel-1-Auftakts in Spielberg/Österreich (Sonntag ab 15.10 Uhr auf RTL und Sky).

Sebastian Vettel mit Mattia Binotto
Corona ist also verantwortlich für das Kommunikationsdefizit zwischen der Scuderia und dem viermaligen Weltmeister. Was das bedeutet, diese Information bleibt Binotto schuldig. Am Geld kann es nicht gelegen haben, denn darüber wurde lauf Vettel noch gar nicht gesprochen.
Der Hesse hatte am Donnerstag der offiziellen Sprachregelung der Scuderia widersprochen, wonach die Trennung eine „gemeinsame Entscheidung“ war. Der Deutsche: "Die letzten Monate war es eigentlich sehr klar und deutlich, dass man gemeinsam weitermachen will. Anfang Mai hatte ich dann ein Telefonat, in dem mir klar gemacht wurde, dass das Team nicht gewillt ist, weiterzumachen. Das war natürlich ein Schock und kam überraschend", so Vettel, der betont: "Es lag kein Angebot auf dem Tisch."
Sky-Experte Ralf Schumacher bewertet Vettels Wahrheits-Drang positiv: „Gut für die Arbeitsatmosphäre ist es sicher nicht“, so der ehemalige Formel-1-Star. „Aber es musste raus und ich finde gut, dass Seb den Mut hat, zu seinen Werten von Transparenz und Ehrlichkeit zu stehen.“
Red Bull-Sportchef Helmut Marko ergänzt schmunzelnd bei F1-Insider.com: „Mir wäre der Kragen wahrscheinlich schon viel früher geplatzt.“
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