Während Max Verstappen (24) gestern Abend seinen ersten WM-Pokal auf der FIA-Gala in Paris entgegen nehmen durfte, blieb Lewis Hamilton (36) der Preisverleihung fern. Zu tief sitzt der Schmerz über den Verlust des WM-Titels in der letzten Runde nach der aus seiner Sicht willkürlich ausgeführten Safetycar-Phase.
Verstappen findet versöhnliche Worte: „Nein, ich habe kein Mitleid, aber ich verstehe natürlich, dass es weh tut. Aber letztlich gehört das zum Racing dazu, du musst bis zum Ende kämpfen und du weißt, dass alles passieren kann. Er hat auch eine WM auf diese Art gewonnen (2008; d. Red.), ich denke, auch er kann das verstehen.“
Für Mercedes nahm Technikchef James Allison den Pokal für den achten WM-Titel entgegen.
Mercedes-Teamchef Wolff deutete dennoch sogar an, Hamilton könnte seine Karriere beenden. „Natürlich kann ich es verstehen, dass du in den ersten paar Tagen nach einem solchen Rennen nicht glücklich bist“, reagiert Verstappen darauf. „Aber wie gesagt, das gehört zum Racing dazu, solche Sachen können passieren. Ich denke auch, dass er zurückblicken muss auf seine früheren Errungenschaften, das sollte ihn trösten und ihm die Motivation geben, weiterzumachen. Denn er kämpft weiter um diesen achten Titel und ich bin sicher, dass er das auch im nächsten Jahr tun kann. Ich sehe also keinen Grund, warum er den Sport aufgeben sollte.“
Für Mercedes nahm Technikchef James Allison den Pokal für den achten WM-Titel entgegen. Und auch FIA-Präsident Jean Todt bekam zum Abschied (seine Präsidentschaft endet) ein Geschenk und warme Worte von Formel-1-Chef Stefano Domenicali. Der Italiener organisierte seinem ehemaligen Ferrari-Chef eine Helm-Sammlung aller Formel-1-Fahrer der Saison 2021.
FIA-Präsident Jean Todt bekam zum Abschied ein besonderes Geschenk.
Todt wurde emotional und sagte: „Ich will ganz ehrlich sein: Ich vermisse Michael (Schumacher; d. Red.) heute Abend bei uns. Denn er ist Teil meines Lebens, er wird es immer sein, und wir haben so viele Dinge gemeinsam aufgebaut, weil wir gemeinsam gelitten haben und das hat uns stärker gemacht.“

Von

Bianca Garloff