Nico Rosberg am Ziel seiner Träume: Der frischgebackene Formel-1-Weltmeister holte sich am Freitagabend auf der FIA-Gala in der Wiener Hofburg seinen WM-Pokal aus den Händen von FIA-Präsident Jean Todt ab.
Kollegen zollen Respekt: Reaktionen zum Rosberg-Rücktritt
Rosberg
Die Top-3 in der WM: Lewis Hamilton, Weltmeister Nico Rosberg und Red Bulls Daniel Ricciardo
Mit Tränen in den Augen stemmte Rosberg die Trophäe in die Höhe und wurde vom Publikum frenetisch bejubelt. Der Deutsche: "Es ist unglaublich. Ich bin sehr stolz hier zu sein. Danke an die FIA, auch für das spezielle Video." Bei der Gala wurde kurz vor der Weltmeister-Krönung ein Clip mit den Highlights der Saison und aus Rosbergs Karriere eingespielt. "Damit haben sie mich jetzt zum 15. Mal in den letzten vier Tagen zum weinen gebracht", lachte der Champion. "Es ist eine sehr intensive Zeit."
Abschied auf dem Höhepunkt: Alles zum Rücktritt des Weltmeisters
Auch, weil der Weltmeister am Nachmittag in Wien seinen sofortigen Rücktritt aus der Formel 1 erklärt hatte. Er sei am Ziel, erklärte Rosberg, der bei seiner Weltmeister-Rede mit dem WM-Pokal in der Hand noch einmal bekräftigte: "Das hier ist mein Kindheitstraum! Als ich heute die Trophäe das erste Mal gesehen habe, habe ich sofort geschaut, wo darauf mein Vater steht." Auf dem Pokal sind alle Weltmeister der Geschichte eingraviert. "Es ist sehr emotional, dass ich erreicht habe, was er vor 34 Jahren erreicht hat. Das mit ihm zu teilen ist sehr speziell", freute sich Rosberg.

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Karriereende für die Familie

Hofburg
Weltmeister Rosberg hatte am Nachmittag in der Wiener Hofburg sein Karriereende verkündet

In Bezug auf seinen Rücktritt aus der Formel 1 erklärte der 31-Jährige: "Der Traum war klar, seit ich mit sechs Jahren angefangen habe: Weltmeister werden. Dem bin ich immer nachgejagt und diese Mission ist nun erledigt. Ich habe meinen Traum wahr gemacht", strahlte Rosberg. Nun will der Deutsche andere Prioritäten setzen: "Die Familie kommt ab jetzt an erster Stelle. Darauf freue ich mich schon diesen Winter, ich werde es lieben. Und danach sehen wir, was die Zukunft bringt", so Rosberg, der meinte: "Ich folge einfach meinem Herzen."
Weitergefahren wäre er nur, hätte es mit dem WM-Titel 2016 nicht geklappt. "Dann hätte ich es nächstes Jahr noch einmal probiert, denn ich gebe nie auf", erklärte Rosberg, der sich zum Abschied auch an WM-Rivale und Teamkollege Lewis Hamilton wandte: "Großer Respekt an Lewis. Er war ein unglaublicher Gegner und all diese Jahre auf einem wahnsinnigen Level. Er ist einer der besten Fahrer da draußen", lobte der Mercedes-Star und fügte an: "Für mich macht es das noch etwas spezieller, dass ich ihm den Titel abnehmen konnte."
FIA
Mehr Zeit für die Familie: Rosberg gemeinsam mit Ehefrau Vivian auf dem roten Teppich vor der FIA-Gala
Direkt nach dem Überfahren der Zielflagge in Abu Dhabi habe Rosberg gewusst: "Das ist das Ende." Sein Entschluss, im Falle des WM-Gewinns aufzuhören, sei schon seit dem Rennen in Suzuka im Oktober gereift, hatte er bei seinem Rücktritt erklärt. Als der WM-Titel dann tatsächlich gewonnen war, stand er aber noch vor einen ganz anderen Herausforderung, wie Rosberg am Abend verriet: "Ich wusste nicht, ob ich den Mut dazu habe (aufzuhören; d. Red.). Nun habe ich es aber gemacht und bin glücklich damit."
Rosbergs ganze WM-Rede im Video oben und weitere Eindrücke von den Feierlichkeiten in Wien hier:

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