Formel 1: Finale 2007 GP Brasilien
Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb

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Die FIA-Pressekonferenz der Formel-1-Piloten vor dem GP von Brasilien 2007 war das reinste Schmusefestival. Die Konkurrenten aus den Mercedes- und Ferrari-Teams demonstrierten ungewohnten Friedenswillen.
Vor dem spannendsten Finale seit 21 Jahren geben sich die Kandidaten auf die WM-Krone friedlich. "Keiner von uns will einen Crashkurs", sagt Lewis Hamilton. Fernando Alonso will das größtmögliche Risiko eingehen, ohne unfair zu sein. Lewis Hamilton lachte vor sich hin, Fernando Alonso spielte wie immer "Mister Cool" und Kimi Räikkönen gab sich locker wie lange nicht: Beim ersten Schlagabtausch vor dem Formel-1-Finale am Sonntag (18.00 Uhr MESZ/live bei Premiere und RTL) in Sao Paulo einigten sich die drei Titelkandidaten im Blitzlichtgewitter auf eine friedliche Punkteteilung - von Rivalität keine Spur. Angst, dass ihn Teamkollege Fernando Alonso abschießen könnte, wenn der Titelverteidiger merkt, dass ihm die Felle davonschwimmen, habe er nicht, betonte McLaren-Mercedes-Pilot Hamilton: "Natürlich will jeder von uns in der ersten Kurve vorne sein, aber nicht um jeden Preis. Keiner von uns will einen Crashkurs." Alonso gab zu, dass es ein ganz schmaler Grat sei. Er wolle das größtmögliche Risiko eingehen, ohne dabei unfair zu sein. "Ich sage es gerne noch mal: Ich will Weltmeister werden und dazu muss ich das Rennen erstmal beenden", sagte der Spanier. Da gebe es keinen Raum für dumme Spielchen und unsportliche Manöver.
Alles nur gespielt

Der Iceman hat fast keine Chance

So spannend wie 1986
Das spannendste Titelrennen seit 21 Jahren hat auch das Interesse von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher geweckt. "So ein Finale wie das jetzt in Brasilien ist schon ein Knaller. Ich kann mich noch gut an die Anspannung vor solchen Wochenenden erinnern und ehrlich gesagt, bin ich ganz froh, dass ich das Rennen diesmal von der Couch zuhause aus verfolgen kann", teilte der Kerpener auf seiner Homepage mit. Vor einem Jahr hatte er im Duell um die WM-Krone mit Alonso das Nachsehen und beendete nach dem Rennen seine einzigartige Karriere. Schumacher, der die Formel 1 fast 16 Jahre lang geprägt hat und in dieser Zeit sieben WM-Titel und insgesamt 91 Rennen gewann, bereut seine Entscheidung nicht und fühlt sich als Früh-Rentner offenbar pudelwohl. "Alles in allem kann ich nur immer wieder sagen, dass es mir und meiner Familie in unserem jetzigen Leben wunderbar geht", meinte der 38-Jährige, der seit seinem Abschied als Berater für Ferrari arbeitet.
Deshalb sei es ganz klar, für wen sein Herz schlage. "Ich drücke Kimi und unseren Jungs ganz fest die Daumen", sagte der Kerpener. Die Mehrheit der deutschen Formel-1-Zuschauer würde allerdings Hamilton den WM-Titel gönnen. In einer vom Fernsehsender RTL in Auftrag gegebenen repräsentativen Forsa-Umfrage drückten 30 Prozent der Befragten ihre Sympathie für das Wunderkind aus. Für Räikkönen stimmten 22, für Alonso lediglich 16 Prozent.
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