Formel 1: Finale 2008
Hamilton ist Weltmeister

In einem dramatischen Finale erfüllte sich der Traum von Lewis Hamilton. Der Mercedes-Pilot sicherte sich erst wenige Meter vor der Ziellinie den Weltmeistertitel der Formel-1-Saison 2008.
- Sven-Jörg Buslau
Mit der britischen Fahne über den Schultern ließ Lewis Hamilton seinen Bruder Nicolas gar nicht mehr los, Freundin Nicole Scherzinger und die gesamte McLaren-Mercedes-Crew flippten nach einem der unglaublichsten Formel-1-Finals völlig aus. In der dramatischen Nervenschlacht von São Paulo hat der Silberpfeil-Star am Sonntag (2. November 2008) sein Brasilientrauma aus dem Jahr 2007 überwunden und sich mit einem Überholmanöver in der drittletzten Kurve gegen den Deutschen Timo Glock zum jüngsten Weltmeister gekrönt. "Das war das schwerste Rennen meines Lebens", meinte Hamilton. "Ich war kurz davor, verrückt zu werden." Der Silberpfeil-Pilot rettete beim Sieg seines Rivalen Felipe Massa, der sich im Ferrari für wenige Sekunden als Champion hatte fühlen dürfen, den erforderlichen fünften Rang.
Ein Sieg ohne Wert

Der Beginn des Dramas – Startverschiebung

Nervenzerreissender Schluss
Zwei Runden dauerte es, bis der Lauf wieder freigegeben wurde. Im Reifenpoker wechselten die Piloten nacheinander auf Trockenreifen. Hamilton hielt auch nach den Stopps fast immer WM-Kurs, nur sechs Runden lang kam er davon ab, als er hinter Giancarlo Fisichella im Force India fest hing. Doch dann die dramatischen letzten Runden: Fünf Runden vor Schluss lag Hamilton vor Vettel auf Platz fünf – Weltmeister: Hamilton. Drittletzte Runde: Der Brite kam etwas von der Ideallinie ab und wurde von Vettel kassiert – Weltmeister: Massa! Letzte Runde: Mit einem beherzten Manöver zog Hamilton an Glock, der sich wegen seiner Trockenreifen nicht wehren konnte, vorbei – Weltmeister: Hamilton! Massas Fans und Familie fallen vom Himmel in die Hölle. Für die Roten bleibt als Trost nur der Titel in der Formel-1-Herstellerwertung.
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