Formel 1: Frieden bei Force India
„Wollen das Vertrauen zurückgewinnen“

Burgfrieden bei Force India: Esteban Ocon und Sergio Perez gaben sich nach dem Mega-Zoff in Spa vor dem Rennen in Monza wieder versöhnlich.
Bild: Getty Images
- Frederik Hackbarth
Aussprache bei einer gemeinsamen Radtour: Diese ungewöhnliche Maßnahme haben die beiden streitlustigen Force-India-Piloten Sergio Perez und Esteban Ocon am Donnerstag in Monza gewählt, um ihren Disput zuletzt in Spa beizulegen (s. Bild oben). „Wir hatten ein gutes, persönliches Gespräch. Nur wir zwei“, verriet Perez über den Trackwalk mit dem Fahrrad. „Natürlich hat jeder seine Meinung, was passiert ist. Am wichtigsten ist jetzt aber, dass wir im Interesse des Teams nach vorne schauen und weitermachen“, so der Mexikaner.
Auch Ocon fand: „Was geschehen ist, können wir nicht mehr ändern. Wir können dem Team und der Öffentlichkeit aber zeigen, dass wir es besser können und so etwas nicht wieder vorkommt.“ Das sei laut Ocon auch nötig, „um das Vertrauen der Team-Bosse zurückzugewinnen.“ Denn die Force-India-Führung hatte nach dem doppelten Teamkollegen-Crash zuletzt in Spa Konsequenzen gezogen und angedroht, seine beiden Fahrer nicht mehr frei fahren zu lassen.

Esteban Ocon und Sergio Perez in Monza
Nach einem Streit in Kanada, einer Kollision in Baku, einem weiteren unliebsamen Aufeinandertreffen in Ungarn und der zweifachen Kollision in Spa eskalierte der Force-India-Zoff so sehr, dass manch einer im Fahrerlager schon fürchtete, Perez und Ocon könnten in Zukunft nicht mehr zusammenarbeiten. „Aus meiner Sicht ist das absolut noch möglich“, sagte Perez und fügte an: „Wir haben einen Schlussstrich gezogen. Jetzt geht es neu weiter.“ Auch Ocon gab sich versöhnlich: „Wir haben beide eine Linie überschritten. Von nun an steht aber das Team an erster Stelle. Dafür arbeiten wir hart.“
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