Formel 1: Die besten Bilder aus Suzuka vom Japan GP

Formel 1: Frühstart bei Vettel

Darum wurde Vettel nicht bestraft

Sebastian Vettel zuckt beim Start in Suzuka bevor die Ampel ausgeht. Der Deutsche verliert zwar die Führung, kommt aber um eine Strafe herum.
Lewis Hamilton und Valtteri Bottas wollten Sebastian Vettel in der Pressekonferenz nach dem Großen Preis von Japan nicht so recht glauben. Vettel hatte seinen Start einfach nur als "schlecht" bezeichnet. "Komm, du lügst doch!", konterte Mercedes-Star Hamilton.
Was der Brite meinte: Vettel war auf der Poleposition losgerollt - minimal bevor die Ampel ausging. Er bemerkte seinen Fehler, trat auf die Bremse und gab dann erst richtig Gas. Folge: Der Deutsche verlor erst das Momentum und dann einen Platz an Valtteri Bottas.

Am Ende durfte sich Vettel über PLatz zwei freuen

Fakt ist aber auch: Vettels Ferrari bewegte sich, als die Ampel noch rot war. Trotzdem gab es keine Strafe. In der Urteilsbegründung der Rennkommissare heißt es: "Die Bilder zeigen eine Bewegung, allerdings handelte es sich um eine Bewegung innerhalb der zulässigen Toleranzen des Formel-1-Frühstart-Systems."
Außerdem verweisen die Sportkommissare auf Artikel 36.13 a) des Sportlichen Reglements. Dort steht: "Eine Strafe wird gegen den Fahrer ausgesprochen, der sich vor dem Startsignal bewegt hat. Die Entscheidung darüber trifft der von der FIA zugelassene und eingesetzte Transponder, wie er an jedem Auto angebracht ist."
Heißt auch: Das Transpondersystem hat keinen Frühstart gemeldet. Wie Valtteri Bottas 2017 ist Vettel zwar zu früh losgefahren, hatte aber Glück, dass die Ampel direkt ausging. "Sie war einfach sehr lange an", verrät er später. "Deshalb war das mein Fehler."
0,3 Sekunden soll Vettels Reaktionszeit betragen haben, heißt es bei Ferrari. Bottas war übrigens noch schneller. Er fuhr nach nur 0,05 Sekunden los, lupfte aber im Gegensatz zu Vettel nicht. 
Damit ist klar: Nach einem überzeugenden Auftritt im Qualifying verspielte Ferrari die Siegchancen am Start. Teamchef Mattia Binotto gibt zu: „Mercedes war im Rennen schneller. Sie hätten es aber schwerer gehabt, wenn wir nach dem Start mit beiden Autos vorne gelegen wären. Trotzdem dürfen wir nicht übersehen, dass uns im Vergleich zur Qualifikation ein bisschen das Tempo gefehlt hat. Das werden wir analysieren müssen.“ 
Wie schon am Freitag kämpfte Ferrari mit zu viel Reifenverschleiß. Doch der Trend setzt sich fort: Rot und Silber sind auf Augenhöhe.

Fotos: Picture-Alliance

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