Der Große Preis von Japan hatte gleich mehrere Geschichten zu erzählen. An der Spitze holte Max Verstappen für Red Bull die zweite Konstrukteurs-Meisterschaft in Folge, während sein Teamkollege Sergio Perez seinen Wagen gleich zweimal in der Garage parken musste.
Doch auch abseits der Spitze sorgte ein Fahrer für einen brisanten Aussetzer: Pierre Gasly war so sauer auf sein Alpine-Team, dass er seine Wut über eine Stallorder in der letzten Runde auf nicht ganz jugendfreie Art und Weise ausdrückte.
Nachdem er auf Rang zehn die Ziellinie gekreuzt hatte, zeigte er seinen Mittelfinger in Richtung Boxenmauer. Die Geste, die auf wildes Fuchteln folgte, galt offenbar seinem Team!
Pierre Gasly machte seinem Ärger über eine Stallorder auf klassische Art und Weise Luft.
Bild: Alpine

Hintergrund: Kurz vor Rennende musste der Franzose seinen Teamkollegen Esteban Ocon passieren lassen. Ein Funkbefehl, der bei ihm auf wenig Gegenliebe stieß: „Was zur Hölle? Machst du Witze? Ich bin schneller“, pöbelte er seinen Renningenieur an, kam der Anweisung aber nach.
Hinterher beschwerte er sich: „Das ist mit mir vor dem Rennen nicht so besprochen worden. Angesichts unserer Strategie war es klar, dass mich Esteban taktisch überholen würde, aber ich war schneller. Ich hatte zum Schluss die frischeren Reifen.“
Damit hat Gasly Recht, allerdings hatte sein Teamkollege ihm Ocon vorher einen Platz geschenkt, damit er sich auf die Jagd nach Fernando Alonso machen konnte. Doch der Aston-Martin-Pilot war nicht mehr einzuholen, weshalb Gasly wieder Platz machen musste.
Dabei sei nie die Rede davon gewesen, „dass ich den Platz wieder hergebe“, poltert Gasly. „Ich ging vor ihm ins Rennen, und ich war im Grand Prix der schnellere Mann.“
Sein Job am Lenkrad bestehe darin, „so schnell wie möglich zu fahren. Und dazu gehört nicht, freiwillig einen Platz herzugeben. Ich habe mich gefügt und mich nicht über die Interessen des Rennstalls hinweggesetzt, aber ich verstehe es trotzdem nicht.“
Das hat er dem Team auch eindeutig gezeigt…