Formel 1: GP Brasilien 2011
Doppelsieg für Red Bull

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Für Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel hat es beim finalen Rennen in Brasilien nur zum zweiten Platz gereicht. Teamkollege Webber holte den Sieg, Jenson Button sicherte sich mit einem dritten Rang den Vize-Titel in der WM.
(dpa) Ein Getriebedefekt hat Sebastian Vettel den scheinbar sicheren Sieg beim Saisonfinale gekostet und die Adventsstimmung gründlich verdorben. Der Doppel-Weltmeister musste beim Großen Preis von Brasilien wegen Problemen mit der Schaltung seinen Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber in der 30. Runde kampflos passieren lassen. Statt das Dutzend voll machen zu können, musste sich Vettel frustriert mit Rang zwei begnügen. Webber freute sich indes über seinen ersten Erfolg zum Abschluss eines langen Formel 1-Jahres. McLaren-Pilot Jenson Button sicherte sich durch Platz drei den Vize-Titel.
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Strahlender Sieger: Mark Webber (Mitte) freute sich über seinen ersten Saisonsieg.
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Jenson Button sicherte sich durch seinen dritten Platz den Vizetitel in der WM 2011.
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Für Michael Schumacher (Kerpen) war das Rennen im Prinzip schon nach zehn Runden gelaufen. Beim Überholen des auf Rang neun vor ihm liegenden Bruno Senna schlitzte sich der Rekord-Weltmeister am Flügel des Lotus-Renault einen Hinterreifen an seinem Silberpfeil auf. Der Mercedes-Pilot musste unplanmäßig früh zum Wechseln an die Box zurückschleichen. Dass der Brasilianer für sein zu frühes Einscheren ein Durchfahrtsstrafe erhielt, nutzte Schumacher nichts. Am Schluss wurde er nur 15.
Nico Rosberg hatte erneut die Nase vor seinem Teamkollegen. Der Wiesbadener belegte den siebten Platz. Er blieb damit auch in der Gesamtwertung als WM-Siebter vor Schumacher (Achter). Zweitbester Deutscher in Brasilien war indes Adrian Sutil (Gräfelfing). Der Force-India-Fahrer überzeugte auf Rang sechs. Der als Letzter gestartete Timo Glock schied in der 24. Runde als erster Fahrer aus. Die Mechaniker hatten ein Hinterrad nicht richtig festgeschraubt, so dass er seinen Marussia-Virgin in der Auslaufzone abstellen musste. "Wir haben in dieser Saison schon ein paar Boxenstopps verhauen. Da muss sich das Team auf den Arsch setzen", grantelte Glock.
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