Formel 1: GP Deutschland 2012
Alonso jubelt, Vettel im Pech

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Wieder nichts mit einem deutschen Hockenheim-Sieg: Fernando Alonso sicherte sich im Ferrari den Erfolg beim Großen Preis von Deutschland und baute die WM-Führung aus. Vettel verlor wegen einer Zeitstrafe seinen zweiten Platz.
(dpa/jkr) Ferrari-Pilot Fernando Alonso triumphierte am Sonntag (22. Juli 2012) auf dem Hockenheimring. "Toll, toll, toll. Das Auto war großartig", jubelte der Spanier nach seinem 30. Karrieresieg. Durch seinen dritten Saisonerfolg baute Alonso die Führung zur Saisonhalbzeit in der WM-Wertung weiter aus. Großes Pech dagegen für den ursprünglich zweitplatzierten Sebastian Vettel (Red Bull): Zwei Stunden nach Rennende war auch noch der Podestplatz weg. Die Rennkommissare bestraften Vettels Überholmanöver gegen Jenson Button mit 20 Sekunden – und der zweifache Formel 1-Weltmeister rutschte beim Großen Preis von Deutschland vom zweiten auf den fünften Platz zurück.
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Damit war der Frust beim Heimrennen perfekt. Dabei hatte Vettel noch gehofft, dass die Stewards seine Aktion in der vorletzten Runde nicht ahnden würden. "Jenson hat sich nicht beschwert", sagte Vettel vor dem Urteil. "Ich wollte auf jeden Fall eine Kollision vermeiden. Jenson war im toten Winkel. Ich hab ihn nicht gesehen." Der Brite Button rückte im McLaren auf Rang zwei vor dem Finnen Kimi Räikkönen im Lotus vor. Vier Deutsche in den Top Ten waren wenigstens ein kleiner Trost – bis dann der Nackenschlag mit Vettels Bestrafung kam.
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Der Start: Alonso (vorn) behauptet die Führung, dahinter setzt Michael Schumacher den zweitplatzierten Vettel kurzfristig unter Druck.
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Schumacher von Platz drei auf sieben durchgereicht
Hockenheim-Rekordsieger Michael Schumacher verfehlte einen Podestplatz. Der Mercedes-Pilot aus Kerpen war als Siebter auf dem 4,574 Kilometer lange Kurs zweitbester Deutscher und fuhr zum dritten Mal hintereinander in die Punkte. "Ich hab das Maximum versucht, alles rausgequetscht, aber leider war nicht mehr drin", sagte der 43-Jährige. Mit schnellsten Runden am Fließband sorgte Schumacher für ein weiteres Ausrufezeichen. Der siebenmalige Weltmeister hatte 2006 für den letzten deutschen Heimsieg gesorgt und im badischen Motodrom insgesamt viermal gewonnen. Nach zehn von 20 Rennen liegt Alonso mit 154 Punkten klar vor Mark Webber (120) und Vettel (110). Webber belegte bei seinem 100. Grand Prix für Red Bull nur den achten Platz. Vettel versuchte alles und ließ sich auch von Vorwürfen eines angeblichen Regelverstoßes wenige Stunden vor dem Start nicht beirren. Aber Alonso war vor etwa 65 000 Zuschauern nicht zu schlagen. "Ich hab alles probiert, aber es war nicht mehr drin", sagte Vettel.
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Pech für "Schumi": Der Mercedes erwies sich erneut als nicht siegfähig und wurde durchgereicht.
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Alonso verteidigte seine Pole-Position problemlos, konnte sich aber von Vettel nicht entscheidend absetzen. Als Alonso in der 19. Runde zum ersten Reifenwechsel abbog, übernahm Vettel vorübergehend die Führung. Nach seinem ersten Boxenstopp zwei Umläufe später fiel der Deutsche wieder mit einem noch größeren Rückstand als zuvor auf Rang zwei zurück. In der 42. von 67 Runden holte das Führungsduo parallel neue Pneus. Während Alonso danach die Spitze verteidigen konnte, rutschte Vettel hinter Button auf Rang drei. Keine Folgen für Red Bull hatte der Vorwurf eines angeblichen Regelverstoßes beim Motor. Die Rennkommissare entschieden kurz vor dem Start, dass die beiden RB8 den Vorgaben entsprechen.
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